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Gemeinsam für unseren Bezirk

Erstes Pressegespräch des neuen Bezirksamtskollegiums

NORDWEST (am) - Nicht jeden Tag fragt die Bürgermeisterin die Lokaljournalisten, welche Wünsche sie für die künftige Zusammenarbeit hätten. Die Angesprochenen ließen sich nicht lange bitten: schnelles Reagieren auf Anfragen, mehr Hintergrundgespräche, harte Fakten für eine genaue Information, Handynummern der Stadträte. Letzteres bekamen die Journalisten sofort! Die neuen Stadträte Bernd Mahlke (SPD) und Christian Gräff (CDU) nutzten die Gelegenheit, ihre Position zu den bevorstehenden Aufgaben darzulegen. Bernd Mahlke als Finanzstadtrat bekannte sich zur Fortführung des Bürgerhaushaltes. Der Bürgerhaushalt sei ja für 2006/2007 beschlossene Sache, die zügig fortgesetzt werden solle. Außerdem müsse nun der Doppelhaushalt 2008/2009 vorbereitet werden. Auch Bürgermeisterin Dagmar Pohle sprach für den Bürgerhaushalt. Wir lägen in dieser Angelegenheit weit hinter Erfahrungen in Südamerika zurück und wollten hier nicht abgehängt werden, erklärte die Bürgermeisterin. Christian Gräff als jüngster Bezirksstadtrat - er ist 28 Jahr alt - positionierte sich klar. „Berlin hört nicht östlich des Alexanderplatzes auf. Marzahn-Hellersdorf hat noch viele wirtschaftliche Potenziale, die wir besser nutzen wollen." Keine Rede mehr von der distanzierten Haltung der ehemaligen Zählgemeinschaft zum Image des Bezirkes. Um das Image wurde allerdings ein längerer Diskurs geführt. Die letzten bedauerlichen Ereignisse wie etwa der Tod von vier Menschen in der Wittenberger Straße oder die Inobhutnahme von Kindern durch das Jugendamt hatten unseren Bezirk wieder negativ in die überregionale Presse gebracht. Jugendstadträtin Manuela Schmidt sprach davon, dass solche Vorgänge nach einem vorgegebenen Ordnungssystem bewältigt werden müssten. Da sei für die Presse zunächst kein Platz. Das sahen die Journalisten so nicht. Sie wollten schon dazu beitragen, von Anfang an keine Missinterpretation zuzulassen. Man war sich zudem einig, dass die jüngsten Ereignisse sich immer wiederholen können. Deshalb wurde Übereinkunft erzielt, gemeinsam schnell und flexibel zu reagieren.