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für den Stadtteil Marzahn-NordWest

Quartiersrat

Auf den Tischen und an den Wänden war bereits alles auf Weihnachten eingestellt, doch davon ließen sich die Quartiersratsmitglieder am 13. Dezember wenig beeindrucken, schließlich standen noch einige Projekte zur Abstimmung. Zuvor wurde darüber beraten, ob Christian Fender noch QR-Mitglied bleiben könne, da er für eine Partei in die Bezirksverordneten-Versammlung eingezogen ist. Da er sich als Privatperson sieht und das die anderen Quartiersratsmitglieder ebenso, wurde seinem Verbleib zugestimmt. Jutta Windeck von JAO gab ihren Austritt bekannt, da sie den Arbeitsplatz wechselt und informierte über ihre Nachfolgerin, Frau Willno. Dann stimmten die Quartiersratsmitglieder zu, vorhandene Restmittel den Schulen und den Aussiedlern zur Verfügung zu stellen. Der erste Antrag war „Lebensnah lernen - sich praxisorientiert bilden" mit dem Plattenverbund e.V. als Projektträger. Motiviert durch den „Masterplan Bildung" zielt das Projekt darauf, Schulangebote in den Einrichtungen sinnvoll und alternativ zu ergänzen. Umgesetzt wird es über Projekttage, Seminare und Workshops mit Schulklassen sowie Kinder- und Jugendgruppen aus dem Kiez mit verschiedensten Medien und Methoden: Theater- und Rollenspiele, Musik, Experimente, Kreativtechniken, Wahrnehmungs- und Bewegungsspiele, künstlerische Arbeit, Phantasie- und Entdeckungsreisen sowie die Arbeit in Kleingruppen. Dem Antrag wurde zugestimmt. Ebenso wie dem Projekt „Nutzung der Umweltwerkstatt im Schulcontainer Marzahn-West für Projekte mit Kindern und Jugendlichen" von der Spielplatzinitiative Berlin e.V. In der Umweltwerkstatt sollen weiterführend interessante Kurse und Bildungsangebote für Grundschulklassen, Mütter mit Kindern und natürlich alle interessierten Einwohner organisiert werden. Eines der Projekte nennt sich „Gesund lacht aus der Stullenbüchse", eine Ernährungsberatung für Kinder. Außerdem ist geplant, eine Theatergruppe zu gründen und ein Stück zu schreiben - experimentelle Theaterarbeit mit Migranten - eine Auseinandersetzung mit fremden Kulturen. Im Sommer soll das Stück dann auf dem Abenteuerspielplatz aufgeführt werden. Das nächste Projekt, das bestätigt wurde, war die Stadtteilzeitung „Nord-West", die also auch 2007 erscheinen wird, nun in Farbe. Um ebenso den Inhalt bunter zu gestalten, sind „freie Mitarbeiter" aus der Bewohnerschaft herzlich willkommen. Ebenfalls weitergeführt wird das Projekt „Nachbarn", das seit diesem Jahr Bestandteil der Stadtteilzeitung ist sowie die Onlineausgabe von „Nachbarn". Dass das Projekt Zirkustheater an der Selma-Lagerlöf-Schule, betreut vom Zirkus Cabuwazi, schon die ersten Früchte trägt, konnten die Quartiersratsmitglieder in einem kleinen Film von der traditionellen Weihnachtsshow der Schule sehen, wo die Zirkuskinder regelmäßig unter großem Beifall auftreten. Auch dieses Projekt wird weitergeführt. „Gia Dinh"-Beratung und Betreuung von vietnamesischen Familien zur innerfamiliären Konfliktbewältigung in Marzahn-NordWest von Reistrommel e.V. fand ebenfalls die Zustimmung des Quartiersrates. Es ist ein Angebot für Menschen vietnamesischer Herkunft im Stadtteil mit Frauen-/Mütterberatung und dem Familienfreizeittreff. Zudem besteht eine Zusammenarbeit mit anderen kommunalen Einrichtungen und der „Netzwerkstelle gegen Gewalt in der Familie". Das Projekt Balu, 2003 entwickelt und von JAO e.V. für jugendliche Schwangere und junge Mütter in Marzahn-Nord initiiert, ist inzwischen wichtiger Teil des Kinder- und Jugendhilfezentrums „Windspiel" und bietet Müttern einen Anlaufpunkt aus ihrer sozialen Isolation. Unterstützende Angebote des Familientreffs ermöglichen weitere Familienbildung und Kontakte zu älteren Müttern sowie Beratung zu Erziehungs- und Ernährungsfragen. Wichtiger Bestandteil der Tätigkeit ist es, direkt Betroffene anzusprechen. Das Projekt ist auch ein offenes Freizeitangebot für minderjährige Schwangere (und Mütter) und ihre Angehörigen. Um Teenagerschwangerschaften zu verhindern, wird das Projekt „Barbie sucht Ken", ebenfalls von JAO e.V., verlängert. Nach wie vor verfügen Heranwachsende über unzureichendes Wissen über ihren eigenen Körper, Veränderungsprozesse und Sexualität. Dieses Angebot sieht sich als phantasievolles, zeitgemäßes, zusätzliches Angebot, Kinder und Jugendliche mit ausreichendem Wissen über diese Themen auszustatten, dabei ihre natürliche Neugier zu unterstützen und zu erweitern. Den Jugendlichen werden altersgerecht Informationen zur körperlichen Entwicklung, Sexualität, Gesundheit, Liebe und Partnerschaft vermittelt. Zugestimmt hat der Quartiersrat auch dem Antrag von Kiek in e.V. für das Projekt „Aktivierung von Familien". Verschiedene Teilbereiche des schon angelaufenen Angebotes sollen zusammengeführt werden, so das Teilprojekt „Aktive Eltern", das ab Sommer 2007 in die Selbstverwaltung der Eltern gegeben wird. Ein anderes Teilprojekt ist der „Treff zu Erziehungs- und Familienfragen", der ebenfalls fortgeführt werden soll. Bestätigt wurde weiterhin das Projekt „Heranführen von Kindern und Jugendlichen an Kunst und Kultur" von Kiek in e.V. Damit wird auch ein Beitrag zur Umsetzung des „Marzahner Zukunftsdiploms" für Kinder und Jugendliche erbracht, indem einerseits die Veranstaltungen genutzt und Bildungsangebote im Rahmen dieser Aktion beigesteuert werden. Besonders Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund soll weiterhin der Zugang zu Kunst und Kultur erleichtert und Bildungsdefizite vermieden werden. Die nächste Quartiersratssitzung findet als Klausurtagung am Sonnabend, dem 20. Januar, von 10.00 bis 16.30 Uhr im Nachbarschaftshaus „Kiek in", Rosenbecker Straße 25/27 statt. Es sollen dann auch die Ziele für 2007 abgesteckt werden. ReF