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für den Stadtteil Marzahn-NordWest
Im Projekt JobGate, das bereits seit einigen Jahren erfolgreich in unserem Bezirk tätig ist, wird Migranten „mit russischem Hintergrund" in Fragen der Arbeitssuche geholfen. Die Beraterin Susanne Al-Housseini ist den Aussiedlern aus Russland bekannt als wohlwollender Mensch und gute Spezialistin, die in schwierigen Lebenslagen und bei der Lösung vieler sozialer Fragen hilft. Ihre Kompetenz, die Kenntnis der hiesigen Gegebenheiten und die hervorragende Beherrschung der deutschen wie der russischen Sprache machen sie zu einer unersetzlichen Helferin im verschlungenen Dickicht der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt. Hier antwortet Susanne Al-Housseini auf die Fragen unserer Korrespondentin. Frau Al-Housseini, Sie sind eine hier geborene Deutsche. Woher kommt Ihre erstklassige Beherrschung der russischen Sprache? Für mich sind beide Sprachen in dem Sinne Muttersprachen, dass mein Vater Deutscher ist und meine Mutter Russin. Ich bin in Deutschland geboren, habe in Moskau studiert und die Lomonossow-Universität absolviert. Ich denke, damit ist die Frage umfassend beantwortet. Das Projekt, in dem Sie jetzt beschäftigt sind, heißt Job Gate, es ist also dazu da, um arbeitslosen Menschen zu helfen, sich auf dem Arbeitsmarkt zurechtzufi nden. Womit befassen Sie sich konkret? Einfach gesagt helfen wir den Menschen, eine Arbeit oder einen Ausbildungsplatz zu finden. Dazu gehört die Hilfe beim Abfassen des Lebenslaufs, die Suche nach freien Stellen mit Hilfe des Internets und anderer Quellen. Die Erfolgsrate hängt von vielen Faktoren ab. Die Arbeitslosigkeit in Berlin ist immens, deshalb wäre ich mit konkreten Zahlen vorsichtig, doch in der Regel fi ndet mindestens ein Drittel derer, die sich an uns wenden, das, was sie gesucht haben: eine Arbeit, ein Praktikum oder eine Ausbildung. Wie viele Migranten wenden sich an das Projekt? Eine absolut präzise Statistik führen wir nicht, doch ungefähr 30 % sind eben Migranten. Insgesamt haben sich in drei Jahren mehr als 20.000 Menschen an uns gewandt. Davon sind 43 % junge Leute. Was sind Ihrer Meinung nach die am stärksten gefragten Berufe? Migranten können mit Arbeitsplätzen im Bereich Export-Import rechnen. Natürlich nur, wenn sie über die entsprechende Qualifikation verfügen. Zu begrüßen sind auch Kenntnisse der russischen und englischen Sprache sowie Fähigkeiten in der Computernutzung im Umfang eines normalen Anwenders. Außerdem kann ich noch den Beruf des Buchhalters erwähnen. Wenn man sich in Deutschland weiterbildet, sind die Chancen, eine Arbeit zu finden, in diesem Beruf hoch. Vielen Dank für das Interview und die Hilfe, die sie den russischsprachigen Migranten in Marzahn zuteil werden lassen.
Lilija Fischer