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Eine gute „kulinarische" Nachricht hielten kurz vor Weihnachten und dem neuen Jahr die jungen Unternehmer Juri Kandala und Denis Schwenk, die selbst Aussiedler aus Russland sind, für die Bürger von Marzahn und Ahrensfelde bereit: Sie haben ein russisches Café eröffnet. Das ist ein wunderbares Vorhaben, wenn man bedenkt, dass es in Marzahn, dem von Migranten aus der ehemaligen UdSSR am dichtesten besiedelten Bezirk Berlins, bisher schwierig war, einen Ort zu finden, an dem man hätte eine Portion Plinsen mit Honig essen können, Piroggen jeglicher Geschmacksrichtung kaufen oder, sagen wir, die Kinder mit dem Kuchen verwöhnen, den die russischen Großmütter zu allen Zeiten meisterhaft gebacken haben. „Noch haben wir uns keine großen Aufgaben gestellt", meint Juri Kandala. „Wir wollen dem deutschen Publikum die richtige russische Küche näher bringen. Wir werden nach traditionellen Rezepten kochen, es wird gut schmecken und nicht teuer sein." Die offizielle Eröffnung des „Russischen Cafés" mit vielen Gästen fand in Anwesenheit der Presse am 9. Dezember 2006 statt. Die Einweihung wurde durch die Vorsitzende der Bezirksverordnetenversammlung von Marzahn-Hellersdorf, Petra Wermke, vorgenommen. Unter den Gästen waren auch die Migrantenbeauftragte von von Marzahn-Hellersdorf Elena Marburg, der Abgeordnete des Berliner Parlaments Wolfgang Brauer, der Leiter der QuartiersAgentur Marzahn-Nord-West Hans Panhoff und viele andere. Die Gäste begrüßten das neue Vorhaben und unterstrichen seine Bedeutung für die Integration. Danach unterhielt man sich, trank Sekt und probierte die Gerichte, die von russischen Köchen zubereitet worden waren. Es ist lobenswert, dass das multikulturelle Spektrum unseres Bezirks beständig erweitert wird, unter anderem auch in kulinarischer Hinsicht. Nun können sich die Bürger in Marzahn-Nord nicht nur an den geliebten deutschen Currywürsten, den türkischen Dönern oder den vietnamesisch zubereiteten Enten mit Reis laben, sondern auch an den traditionellen Gerichten der russischen Küche. Übrigens werden, wie Juri Kandala bemerkte, „im Russischen Café Gerichte verschiedener Völker und Völkerschaften der ehemaligen UdSSR angeboten". Auf der Karte stehen nicht nur russische Gerichte wie Pelmeni, Borschtsch, Soljanka, verschiedene Salate und Backwaren, sondern auch Gerichte aus Zentralasien und dem Kaukasus wie die Teigtaschen Tschebureki, Schaschlik, Plow, das Reisgericht mit Hammelfleisch, und Lagman. Kommen Sie ins Café, probieren Sie, und vielleicht werden Sie ja ein Fan der russischen Küche. Nicht ganz unwichtig ist, dass die Preise in der Tat nicht sehr hoch sind: Ein Mittagessen kostet nicht mehr als 4,50 Euro. Eine Portion Schaschlik, Plow, Pelmeni oder Kohlrouladen bekommt man für nur 2 Euro. Diese Preise sind in Berlin wohl einzigartig. Auch aromatischen russischen Tee aus dem Samowar kann man in dem Café trinken. Bestellungen unter Telefon-Nr.: 40988626 oder 0176 62093921. Öffnungszeiten: Montag - Freitag 9.00-18.30, Sa 9.00-15.00. Das Café befindet sich in der Ahrensfelder Chaussee 140 (direkt im Feller-Markt) am S-Bahnhof Ahrensfelde.
Lilija Fischer
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