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Wallenbergs Vermächtnis lebendig halten

Marzahner Schülerinnen mit großartiger Ausstellung im Berliner Abgeordnetenhaus

NORDWEST (am) . „Wer ein Menschleben rettet, rettet die ganze Welt" - unter diesem Motto wurde eine Woche lang eine Ausstellung zu Ehren Raoul Wallenbergs im Abgeordnetenhaus von Berlin gezeigt, die von Schülerinnen und Schülern der Rudolf-Virchow-Oberschule in Marzahn (NORDWEST berichtete in der Ausgabe 39) produziert worden war. Zur Vernissage am 23. Januar waren die Zeitzeugen Blanka Pudler und Dr. Edgar Frischmann, die in deutschen Konzentrationslagern überlebt hatten, angereist. Außerdem nahmen teil die Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau, Mitglieder des Abgeordnetenhauses und das Bezirksamtskollegium von Marzahn-Hellersdorf. Auch Mitglieder der Jüdischen Gemeinde waren der Einladung gefolgt. Die Ausstellung fand im Rahmen des Jugendprojektes „denkmal" statt, das vom Präsidenten des Abgeordnetenhauses Walter Momper ins Leben gerufen worden war. Die sieben Schülerinnen und ein Schüler der Virchow-Oberschule hatten im Sommer 2006 gemeinsam mit Budapester Schülern in der ungarischen Hauptstadt den Kampf Wallenbergs um das Leben tausender ungarischer Juden nachvollzogen. Anschließend waren sie auch nach Stockholm gereist und hatten dort mit Wallenbergs Schwester Nina Lagergren sprechen können. Nun legten sie eine künstlerische Dokumentation ihrer Erkundungen vor. Das Spektrum der Arbeiten reichte von Kohlezeichnungen über eine symbolhafte Computeranimation bis zu einer Ausgestaltung des S-Bahnhofes Raoul-Wallenberg-Straße und schließlich zu einem Denkmal-Entwurf. NORDWEST wird über diese Entwürfe detailliert berichten, wenn die Ausstellung in unseren Bezirk gelangt. Denn nun geht es erst einmal an die Abiturprüfungen, zu denen wir allen viel Glück wünschen. Die jungen Leute und ihre Lehrer Regina Kittler und Thomas Greeske haben für unseren Bezirk viel Ehre eingelegt. Das merkte man in den persönlichen Gesprächen nach der Eröffnung. Schuldirektor Noetzel erinnerte daran, dass in Marzahn- Hellersdorf die Auseinandersetzung mit nationalsozialistischem Gedankengut eminent wichtig sei. Nina Lagergren, Wallenbergs Schwester, war sich jedoch sicher: „Ganz besonders bin ich beeindruckt, dass dieses Engagement von Euch selbst ausgeht und das nun schon über so einen langen Zeitraum. Wenn sich junge Deutsche und Ungarn Vorbilder suchen wie meinen Bruder Raoul, dann gibt mir das Hoffnung für die Zukunft."