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für den Stadtteil Marzahn-NordWest
Durch S-Bahn und Tram gut erschlossen und mit zahlreichen sozialen und schulischen Angeboten unmittelbar an der Grenze zur Brandenburger Landschaft hat das Schorfheide-Viertel eigentlich eine sehr gute Stadtrandlage. Dennoch müssen einige Wohnblöcke nun abgerissen werden. Das Quartiersmanagement Marzahn-NordWest lud daher die Bewohner des Viertels ein, die Zukunft ihres Kiezes selbst in die Hand zu nehmen. Mehr als 50 Anwohner und zahlreiche Vertreter von Initiativen und Vereinen in Marzahn-NordWest nahmen am 5. und 6. Februar 2007 an einer ersten Planungswerkstatt zur Zukunft des Schorfheide-Viertels teil. Schnell entstand in den Räumen der Jugendinitiative JaKuS an der Kölpiner Straße eine arbeitsintensive Atmosphäre. Alle Teilnehmer brachten an den beiden Tagen ihre Ideen und Wünsche aktiv ein - mündlich, schriftlich und zeichnerisch. Auf dem Areal zwischen Schorfheider, Golliner und Kölpiner Straße sollen noch in diesem Jahr zwei Elfgeschosser und später zwei unsanierte sechsgeschossige Gebäude rückgebaut werden. Ziel der mehrstufigen Planungswerkstatt ist es nun, kurzfristig überzeugende Lösungen für die Umgestaltungen im Viertel zu fi nden. Anwohner und Akteure aus den Initiativen haben gemeinsam mit Planern, Vertretern des Bezirksamts und des Quartiersmanagements neue Ideen zusammengetragen. Die Vorschläge umfassten ein breites Spektrum unterschiedlicher Nutzungen wie z. B. neuer Wohnungsbau (Einfamilienhäuser), ein Jugendhotel, ein Badesee, Garagen, ein Internet-Café, Haustierhaltung (Kleintierhof), Nutzung von Tieren für soziale Kontakte, ökologischer Landbau, Mietergärten, Hundeplatz, Einkaufsmöglichkeiten, ein Sinnes- oder ein Kinderkräutergarten, ein Schulgarten oder ein Garten nach asiatischem Vorbild (Bezug zur vietnamesischen Kultur). Ein Schwerpunkt der Ideen lag auf der Schaffung von Angeboten für Jugendliche und Kinder, die z. B. der Vorbereitung auf das Berufsleben oder der Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau dienen könnten. Es gab Angebote von Vereinen und Schulen, sich aktiv an der Umsetzung der Ideen zu beteiligen und langfristig die Flächen zu nutzen. Darüber hinaus kamen Anregungen im Hinblick auf generationsübergreifende Angebote, aktive Freizeitgestaltung, Mieterbindung oder private Nutzung der Flächen (Freizeit/Hobby). Mit der zweitägigen Auftaktveranstaltung wurde eine gute Basis für die Ende März stattfindende große Planungswerkstatt gelegt. In einer Woche öffentlichen Planens und Diskutierens soll dann ein gemeinsames Nutzungskonzept erarbeitet werden, das die besten Ideen und Wünsche für eine bau- und finanzierbare Neugestaltung der Freiflächen beinhaltet. Das gemeinsam erarbeitete Ergebnis wird dann im Sommer und Herbst 2007 in den ersten Abschnitten gebaut.
Gruppe F/ts redaktion für die Planungswerkstatt Schorfheidestraße