Unabhängige und überparteiliche Zeitung
für den Stadtteil Marzahn-NordWest
Zum Leserbrief von Rolf Palisch
in der vorigen Ausgabe erhielt die
Redaktion diese Zuschrift:
Ich gebe zu, dass ich Ihren Brief, der in der vorigen Ausgabe von NordWest veröffentlicht worden ist, mit Interesse gelesen habe. Die in diesem Brief angeführten Beispiele und Äußerungen sind zwar höchst emotional, geben jedoch nicht den Ursprung der im BBR aufgetretenen Probleme wider. Ohne diesen zu kennen ist es nicht einfach, sowohl die im BBR entstandene Situation als auch das Wesen seiner Beziehungen zu den anderen Instanzen im Stadtteil zu verstehen. Dennoch nehme ich mir die Freiheit, auf der Basis langjähriger eigener Erfahrungen bei der Arbeit in internationalen Nicht-Regierungs-Organisationen, darunter auch in leitenden Funktionen, lediglich eine Überlegung zu diesem Thema zu äußern. Der BBR ist eine repräsentative Struktur, die die ALLGEMEINEN Interessen der Bürger zum Ausdruck bringt. Natürlich auf Stadtteilebene. Und wie die Praxis zeigt, hängen Erfolg und Effektivität oder eben Misserfolg und Schwäche derartiger Gremien unmittelbar vom Talent und der Fähigkeit der darin tätigen Personen ab. GEMEINSAM annehmbare, kompetente Kompromisslösungen zu finden - jedoch immer im Interesse derer, für die diese Strukturen geschaffen wurden, darum geht es. Und wenn solche GEMEINSAMEN Lösungen gefunden werden, müssen sie solide und in würdiger Form begründet, argumentativ untermauert und in Form einer GEMEINSAMEN Position dargelegt werden. Und was besonders wichtig ist - sie müssen ALLGEMEINE Unterstützung finden, im vorliegenden konkreten Fall durch die Bewohner des Stadtteils. Dies ermöglicht es, auch die Zusammenarbeit mit den anderen Instanzen mit maximalen Erfolgsaussichten umzusetzen. Genau das, so scheint es, sollte die innere Atmosphäre der Tätigkeit bestimmen - und nicht die persönlichen Ambitionen oder die langjährige Mitgliedschaft einzelner Mitglieder.
Sergej Galkin