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für den Stadtteil Marzahn-NordWest
Vier Projekte standen am 14. März auf dem Programm des Quartiersrates. Zuvor jedoch wurde einem Antrag zugestimmt, der es zulässt, dass für eine Zusammenkunft die Stellvertreter unbürokratisch nachrücken können, um die erforderliche Stimmenzahl zu erreichen und somit beschlussfähig zu sein. Dann stellte Dr. Ingeborg Beer vom Büro Stadtplanung und Sozialforschung einige der weiteren Schritte zur Entwicklung eines Integrationsplanes für Marzahn NordWest vor. So wird es zwei „Teegespräche" im Tschechow- Theater geben mit Experten zu Fragen der Integration und des Zusammenlebens. Und es findet ein Markt der Möglichkeiten statt, an dem sich alle Bewohnerinnen und Bewohner beteiligen können. Das zuerst zu Diskussion gestellte Projekt war ein „Tierhaus aus Lehm", ein Beteiligungsprojekt mit Kindern und Jugendlichen von der Spielplatzinitiative Marzahn e.V. Auf dem Abenteuerspielplatz in Marzahn-West gibt es Kleintiere, die von den jungen Besuchern auch gepfl egt werden. Das jetzige Tierhaus ist jedoch zu klein, es soll ein größeres aus Lehm zusammen mit den Kindern und Jugendlichen gebaut werden. Vorgesehen ist auch die Anschaffung von zwei Schafen - Einzelhaltung wäre nicht artgerecht. Nach dem die Quartiersratsmitglieder vom Träger bestätig bekamen, dass auch nachts und am Wochenende die Tierpflege gewährleistet sowie das Futter gesichert ist und es auch bis jetzt keine baurechtlichen Bedenken gibt, wurde dem Antrag zugestimmt. Die urbanconsult gGmbH möchte in Kooperation mit der Johann-Julius-Hecker-Oberschule das Projekt „Spurensuche" realisieren. Jugendliche gestalten eine Ausstellung über die Geschichte(n) aus und über Marzahn-NordWest, die auch im Internet zu sehen sein wird. Auf der Grundlage historischer Fotos und Postkarten werden markante Orte des Stadtteils fotografiert. Der Vergleich von früher und heute ist Anknüpfungspunkt für weitere Recherchen, Interviews und Gespräche mit Anwohnern. Alte und aktuelle Geschichten werden gesammelt, aufbereitet und dann daraus Videosequenzen erstellt. Das fand großen Anklang und Quartiersratsmitglied Torsten Preußing sprach gleich eine Einladung zum Bewohnerbeirat aus. Auch das Projekt wurde angenommen. Die Imagekampagne des Quartiersmanagements wurde heiß diskutiert. Einigkeit herrschte darüber, dass den noch immer vorhandenen Vorurteilen entgegen gewirkt werden muss. Obwohl es gute Beispiel gibt - dass sich zum Beispiel Menschen für den Stadtteil interessieren und sogar hierher ziehen - sieht nicht jeder einen Erfolg der bisherigen Kampagne, die 2005 gestartet wurde. Während die einen mehr in das Außenimage investieren wollen, möchten andere auch die Imageverbesserung innerhalb des Stadtteils mit einbeziehen. Gefordert sind dabei nicht nur die Bewohner, die Projekte und Einrichtungen, sondern beispielsweise auch die Wohnungsgesellschaften, Gewerbetreibende und andere. Eine Arbeitsgruppe aus Bewohnern und Akteuren beschäftigt sich bereits mit den aufgeworfenen Fragen. Dem Antrag wurde zugestimmt. Auch das vierte Projekt fand breite Zustimmung. Ball e.V. möchte „Spielend lernen", dass es seit 2006 speziell für Aussiedlerkinder gibt, weiterführen, da das Interesse steigt. Angeboten werden Nachhilfeunterricht, Hausaufgabenhilfe, Spielnachmittage, Veranstaltungen und Exkursionen, bei denen das Erlernen der deutschen Sprache und das Kennen lernen des Alltags in der neuen Heimat im Vordergrund stehen. Die Vorschulkinder lernen die deutsche Sprache spielerisch mit ersten Leseübungen, dem Erlernen kleiner Gedichte und Lieder. Vorteilhaft ist, dass die Betreuerinnen, zumeist ausgebildete Erzieherinnen und/oder Pädagoginnen, ihre eigenen Erfahrungen einbringen können. Nach der Abstimmung wurden verschiedene Termine bekannt gegeben. Die nächste Quartiersratssitzung findet am 2. Mai, 18.00 Uhr, im Nachbarschaftshaus „Kiek in" in der Rosenbecker Straße 25/27 statt. Interessenten sind herzlich willkommen.
ReF
Ihre Ideen sind gefragt!
Haben Sie einen Vorschlag zur Gesundheitsförderung, wollen Sie zur Integration oder zur Stadtteilkultur beitragen oder die Hausgemeinschaften unterstützen? Dann melden Sie sich in der QuartiersAgentur, beim Bewohnerbeirat oder im Infoladen an der Flämingstraße 118.
Der Quartiersrat sucht noch interessierte Bewohnerinnen und Bewohner aus Marzahn-NordWest, die gerne in dem ehrenamtlichen Gremium mitarbeiten wollen.
Auskünfte dazu gibt es in der QuartiersAgentur im Havemanncenter, 1. OG, oder unter Tel.: 93492217.