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Ordnungsamt mit Sorgen – Bewohner mit Fragen

Seelgrabenbereich voll mit Altlasten

NORDWEST (am) . In der Redaktion hatte sich mal wieder unser Leser Peter Zosel aus der Dessauer Straße gemeldet. Wir standen auf seinem Balkon und blickten auf das weitläufige Areal des Seelgrabens. „Gucken Se mal da rüber zum Hellersdorfer Weg", begann er, „da stapeln sich schon wieder alte Autoreifen". Und richtig: der Hellersdorfer Weg zwischen Wolfener Straße und Wuhle ist als Abfallplatz ein Dauerbrenner. „Ick sage dem Ordnungsamt Bescheid, aber nischt tut sich", grummelt Peter Zosel. Inzwischen fahren auf dem Hellersdorfer Weg zwischen Wuhle und Falkenberg sogar Autos. Dort hätte man, so unser Leser, einen Poller herausgenommen, so dass dort ein munterer Autoverkehr entstanden ist. Ein anderer Kritikpunkt Zosels ist sehr ernster Natur. Wer den großen Abfallberg neben dem Lindenhügel kennt, dem wird nicht entgangen sein, dass dieser sich in den Monaten seiner Existenz stark gesenkt hat. Stadtrat Norbert Lüdtke (Linke.PDS) hatte in der NORDWEST 43 versprochen, ihn so schnell als möglich, aber abhängig vom Geldbeutel der Abteilung Ökologische Stadtentwicklung, zu beseitigen. Peter Zosel weist mit Recht darauf hin, dass hier lange Zeit für die auf dem Berg spielenden Kinder Gefahren lauerten, weil der Haufen Hohlräume birgt. Ein weiterer Kritikpunkt waren zwei Grünschilder an der Dessauer Straße. „Die müssen direkt an den Wegen stehen, nicht so abseits, damit die Hundebesitzer gleich die Tüten entnehmen können", bemerkte Zosel. Zwei Tage später meldete Stadtrat Christian Gräff (CDU), dass die Aussetzung der Kosten- und Leistungsrechung für den Außendienst der Ordnungsämter zu einer fehlenden Finanzierung des gesamten Außendienstes führe. „Damit könnten einige bezirkliche Ordnungsämter vor dem Aus stehen", erklärte Gräff. Die Senatsfi nanzverwaltung hat die Kosten- und Leistungsrechung für den Außendienst außer Kraft gesetzt. Damit müssen die Bezirke die Ordnungsämter aus ihrem Budget finanzieren, was zur Einstellung von Tätigkeiten in den Ordnungsämtern führen könne, so Christian Gräff. Das erklärt zumindest die Motivation und gegenwärtige Leistungsfähigkeit des Ordnungsamtes unseres Bezirkes. Trotzdem wird NORDWEST die beiden genannten Stadträte um ein Statement zu den von unserem Leser aufgeworfenen Fragen bitten.