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Ein Gespräch über Integration bei einer Tasse Tee

Wie lebt es sich für Migranten im Stadtteil Marzahn-NordWest, und was ist nötig für eine erfolgreichere Integration? Welche Initiativen sollte man unterstützen? Die Antworten auf diese Fragen, die mit der Erarbeitung des Integrationsplans Marzahn-NordWest 2011 zusammenhägen, versuchten die Teilnehmer von Rundtischgesprächen zu finden, die im Berliner Tschechow-Theater im März und April dieses Jahres durchgeführt wurden. Initiatorin dieser Veranstaltungen war Frau Dr. Ingeborg Beer, die sich professionell mit der Stadtforschung und Sozialplanung befasst. Bei den Teegesprächen wurde die aktuelle Situation untersucht, in der sich die verschiedenen Gruppen von Migranten befinden. Der Vortrag der wissenschaftlichen Referentin der Schader-Stiftung Darmstadt, Gudrun Kirchhoff, enthielt wissenschaftliche Thesen zum Thema, statistische Daten und Integrationserfahrungen, die in verschiedenen Regionen Deutschlands akribisch genau zusammengetragen wurden. Interessant ist, dass die zahlenmäßig größte Migrantengruppe im Land die Russlanddeutschen sind, von ihnen gibt es mehr als 3 Millionen. Den zweiten Platz „belegen" die Türken (1,9 Millionen). In Berlin leben mehr als 460.000 Migranten. Es wurde unterstrichen, dass im Vergleich zu den USA und England beispielsweise die Prozesse der „Ghettobildung" weniger stark ausgeprägt oder nicht vorhanden sind. Ein großer Teil des Referates enthielt auch eine Analyse des seelischen Zustandes eines Menschen „mit Migrationshintergrund", was vom Publikum mit Interesse aufgenommen und erörtert wurde. An der Arbeit der runden Tische beteiligten sich aktiv auch die Mitarbeiter verschiedener Integrationsvereine aus Marzahn-NordWest, insbesondere von Vision e.V. und Reistrommel e.V. sowie die Migrantenbeauftragte von Marzahn-Hellersdorf, Elena Marburg, und der Migrationsberater des FaZit Fachberatungsdienstes Zuwanderung, Integration, Toleranz Potsdam/Berlin, Thomas Saur. Thomas Saur ging insbesondere genauer auf Fragen der Strukturen einen, die für eine zielgerichtete Integrationsarbeit notwendig sind. Es versteht sich von selbst, dass die gesamten dargelegten Erfahrungen im Rahmen der Integrationskonferenz genutzt werden. Sollten Sie Hinweise, Vorschläge oder Ideen haben - noch ist es nicht zu spät, sie uns mitzuteilen. Wenden Sie sich dafür bitte an Frau Dr. Ingeborg Beer.

L. Fischer