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für den Stadtteil Marzahn-NordWest
Viele Menschen in unserem Stadtteil haben noch die Befragung „Soziale Integration und Lebenssituation der Aussiedler in Marzahn-Hellersdorf im Jahre 2006" im Rahmen eines Projektes des Sozialforschungszentrums Berlin-Brandenburg in Erinnerung, für die im August und September des vorigen Jahres Fragebögen von mehreren Seiten auszufüllen waren. Ihr Ziel war es, „die Lebenssituation, die Probleme der sozialen Integration und die Perspektiven der Aussiedler herauszuarbeiten und eine Vorstellung vom Zusammenleben zwischen Aussiedlern, Ausländern und einheimischen Bewohnern im Bezirk, aber auch von der nötigen Unterstützung zu geben". Das ist natürlich eine notwendige Sache. Die Daten der Befragung hätten in vollem Umfang sowohl von der Exekutive als auch von den politischen und gesellschaftlichen Strukturen im Bezirk bei der Entscheidungsfindung in Fragen, die die Interessen der Bürger des Bezirkes berühren, genutzt werden können. Allerdings unter einer Bedingung: wenn sie aktuell und zum Zeitpunkt der Entscheidungsfindung sachlich richtig wären. Die Redaktion ist an der Sache dran geblieben und hat jetzt erfahren, dass die endgültigen Ergebnisse der Umfrage bestenfalls zur Mitte des Sommers vorgelegt werden. Das heißt, bis dahin sind fast 10 Monate seit der Durchführung der Befragung vergangen. Noch ist es zu früh, über irgendwelche konkreten Ergebnisse zu sprechen, doch bereits jetzt drängt sich zwangsläufi g eine Frage auf: Werden diese Ergebnisse noch die wesentlichen Veränderungen sowohl im Leben der Aussiedler selbst als auch im gesellschaftlich-politischen Leben des Bezirkes im Ganzen widerspiegeln, die sich in dieser Zeit ereignet haben? Beispielsweise die Veränderungen in der Zusammensetzung der Exekutive und der Legislative im Bezirk. Oder die ständigen Neuerungen im System des ALG II, die Veränderungen bei der Miete und den Betriebskosten... Natürlich kann man auf der Grundlage der Ergebnisse der Befragung eine ungefähre Einschätzung der „Lebenssituation" der Aussiedler geben und versuchen, ihre Wechselwirkungen mit den anderen Bevölkerungskategorien zu charakterisieren. Das ist dann jedoch wieder eine Charakteristik für das Jahr 2006. Wäre es für die mit der Integration Befassten nicht wichtiger, aktuellere Daten zu erhalten, die die reale Situation zu einem Zeitpunkt widerspiegeln, der dem der Studie näher liegt? A.P.
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