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für den Stadtteil Marzahn-NordWest
An jeder Ecke der Stadt begegnet man Vietnamesen. Sie sind fleißige Imbiss-Betreiber, freundliche Blumenverkäufer, fröhliche Textilhändler... In Marzahn gehören die Vietnamesen zu den großen Migrantengruppen. Die Mehrheit sind ehemalige DDR-Vertragsarbeitnehmer. Die übrigen sind Neuzugewanderte auf Grund von Familienzusammenführung. In den öffentlichen Veranstaltungen sieht man sie aber sehr selten. Sie sind sich nicht bewusst, dass auch sie die Migrationspolitik in der Stadt mitbestimmen können. Sie verlassen sich lieber auf die Arbeit von anderen Akteuren. Sie sind aber dankbar, dass sich viele Leute für die Integration der Ausländer im Bezirk eingesetzt haben. Die Vietnamesen fühlen sich wohler unter sich als in der Öffentlichkeit. Mehr als die Hälfte der Vietnamesen arbeitet als Selbstständige. In der letzten Zeit haben sie schwer mit ihrer Existenz zu kämpfen, da der tägliche Umsatz stetig zurückging. Sie sind eben auch abhängig von der Entwicklung im Bezirk. Sicher können die Vietnamesen von einem durchdachten Integrationsplan profitieren. Sie nehmen gerne die Versorgungsangebote in der Region an, besonders Kinder und Jugendliche. Über den Integrationsplan 2011 hat noch kein Vietnamese nachgedacht. Auch an der Veranstaltung „Markt der Möglichkeiten" waren außer Mitgliedern vom Reistrommel e.V. und der Vereinigung der Vietnamesen keine Marzahner Vietnamesen beteiligt. Frau Geißler von Kiek in e.V. Berlin hat erkannt: Statt für solche Veranstaltung könnte das Geld für sinnvolle Projekte investiert werden, die nachhaltige Auswirkung auf die Integration der hier lebenden vietnamesischen Mitbürgerinnen und Mitbürger haben.
Hôi Trô´ng Com
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