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Weiden bald Mufus im Schorfheideviertel?

So sieht ein ”Mufu” aus.
So sieht ein ”Mufu” aus.
”Weidende Mufus”, Kölpiner Straße
”Weidende Mufus”, Kölpiner Straße

Ein Streichelzoo gehörte zwar auch zu den Ideen in der Planungswerkstatt, die Vorschläge zur Nutzung der frei werdenden Rückbauflächen im Schorfheideviertel sammelte, aber keine Angst, es werden keine zotteligen Vierbeiner im Wohnhof grasen. Mufu ist die etwas legere Abkürzung für Multifunktionsbox, in der Autos geparkt, Hausrat gelagert oder dem Hobby nachgegangen werden kann. Und so etwas stand auf der Wunschliste der Bewohner. Die Boxen aus Stahlbeton und wetterfestem Marmorspritzguß sollen sich locker auf den insgesamt 13. 000 Quadratmeter großen Flächen an der Schorfheide und Kölpiner Straße gruppieren, eingerahmt von märkischen Kiefern und sanften Grashügeln. Dieses Konzept als Ergebnis der zwei Planungswerkstätten, an denen sich rund 150 Anwohnerinnen und Anwohner, Akteure, Vertreter von Vereinen, Projekten und Schulen beteiligten, stellte die Wohnungsgesellschaft Marzahn am 21. Mai der Öffentlichkeit vor. Der Bezirksstadtrat für ökologische Stadtentwicklung, Norbert Lüdtke, betonte, das mit dieser Form der Bürgerbeteiligung eine neue Qualität erreicht wurde. Hans Panhoff von der QuartiersAgentur Marzahn-NordWest, die die Planungswerkstatt initiierte, freute sich, dass sich die Bewohner so aktiv beteiligten und Ideen einbrachten, die für den Stadtteil auch verträglich sind. Frank Bielka vom Vorstand der DEGEWO-Gruppe unterstrich: „Das Konzept der Bewohner besticht durch Kreativität und ist auch praktisch umsetzbar. Das ist für uns besonders erfreulich, denn neue Ideen müssen auch finanzierbar sein." Derzeit werden im Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf die Bedingungen und Kosten geprüft, um Bewohnern Angebote zum Kauf oder zur Pacht der Boxen machen zu können. Gut zwanzig Interessenten gibt es für die rund 5.000 Euro teuren Kästen.

Text und Foto: ReF
Collage: gruppe f