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In der DDR war nicht alles schlecht. Bei diesem Ausspruch wollten es die Bewohner der Flämingstraße 1 nicht belassen. Sie waren eine von vielen aktiven Hausgemeinschaften in der ehemaligen DDR. Heute ist daraus der Hausklub „Die Fläminger-Marzahn e.V." mit 30 Mitgliedern geworden. Vielen von uns ist er bekannt, insbesondere den Bewohnern der Märkischen Karrees, als eine schöne preiswerte Möglichkeit, Feste zu feiern oder anderweitig sinnvoll die Freizeit gemeinschaftlich zu verbringen. Herr Krull und Herr Hüttenrauch erzählen: „1988 hatten wir die Idee, einen Mieterkeller zu bauen. Damals lebten hier 22 Kinder in 12 Wohnungen. Zuerst wollten wir vor allem für die Kinder etwas tun. Aus Restmaterial begannen wir den Keller als Hausclub herzurichten. Die Wendezeit 1989/90 schreckte uns nicht davon ab, weiter zu machen - im Gegenteil!" Fast 19 Jahre engagierte Arbeit haben sich gelohnt. Heute ist er ein attraktiver Hausklub mit Tresen, Kühlschrank und Musik- sowie Sanitäranlage. Die Nutzung des Hausclubs steht jedem Bewohner nach vorheriger Anmeldung offen. Für Mitglieder der Berlin-Brandenburgischen Wohnungsbaugenossenschaft zum Preis von 20 Euro. „Wir müssen mehr für unsere Kinder tun, höre ich überall. Ich will nicht viel darüber reden, ich tue einfach was", sagt Herr Krüger aus der Flämingstraße 101. Es spricht sich unter den Kids der Umgebung wie ein Lauffeuer herum, wenn er wieder etwas mit ihnen unternimmt. Im Vorgarten der Flämingstraße 101 wird ein Fähnchen befestigt. Dann wissen die Kinder: „Es geht wieder los, der Kinderclub trifft sich." So ganz nebenbei, besagter Vorgarten wurde auch von Herrn Krüger, unter Einbeziehung der Kinder, gestaltet. Ob nun Fußball, Rätselraten oder Malen, die Kinder sind immer mit Begeisterung dabei. Auf seine Initiative fand zum Tag des Kindes am 1. Juni im letzten Ring der Märkischen Karrees ein gelungenes Fest statt. Auch andere Hausbewohner beteiligten sich an der Vorbereitung und Durchführung u.a. mundete den Kindern der selbst gebackene Kuchen. Alles aus eigenem Antrieb, ohne Förderung. Es ist immer wieder erstaunlich, wieviele Menschen in unserem Kiez selbst etwas anpacken, ohne nach Geld zu fragen.
Tschüs Bernd Lange