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Quartiersrat

Ein Blick auf die Anwesenheitsliste bestätigte den Rundblick im Raum, in dem sich der Quartiersrat am 16. Juni zu seiner monatlichen Beratung traf - das Gremium war nicht beschlussfähig. Krankheit und andere Gründe hatten die Reihen gelichtet. Doch auf der Tagesordnung standen die 41 eingereichten Ideen der Bewohner, über die diskutiert und abgestimmt werden sollte. Also einigten sich die Teilnehmer, zumindest über die Vorschläge zu diskutieren bzw. im wahrsten Sinnen des Wortes Punkte dafür zu sammeln, um Prioritäten zu setzen. Schließlich standen 154.600 Euro zur Verfügung, die Ideensammlung stand jedoch mit 425.200 Euro zu Buche. Frau Dubsky von der Quartiers- Agentur führte Vorschläge auf, die von der Steuerungsrunde im Vorfeld entweder als nicht praktikabel bzw. außerhalb der Kompetenz des Quartiersmanagements eingestuft wurde. Mietwucher unterbinden zählte dazu, ebenso die Abschaffung der Pizzamopeds oder die Verkleinerung des Parkplatzes an der Wittenberger Straße. Bremsschwellen in der Wittenberger Straße sahen sie auch nicht als notwendig an, dort wird nicht schneller gefahren als anderswo. Auch Nachhilfeangebote sind schon verschiedene im Stadtteil vorhanden. Was den Leerstand im Eichencenter betrifft, will das Quartiersmanagement noch einmal Kontakt zum Eigentümer aufnehmen. Für eine Lichtinstallation an Häusern, eine Ausstellung zur Völkerverständigung und eine Ernährungsberatung für Erwachsene wurde den Antragstellern empfohlen, nach Überarbeitung die Idee erneut einzureichen. Der Antrag für eine Sportanlage für Highlander Games wurde zurückgezogen. Von den verbleibenden 26 Vorschlägen erhielten neun mehr als 10 Punkte von den 15, die jedes anwesende Quartiersratsmitglied zur Verfügung hatte (und die die nicht anwesenden später verteilen). Dazu zählen eine Neuauflage des Wanderverführers, das Projekt „European City" des Kinderrings Berlin e.V., ein Theaterprojekt der Nils-Holgersson-Schule, ein Hofkonzert im Havemanncenter und vietnamesische Bücher für die Bibliothek. Dann gab‘s noch ein begeistertes Lob von Herrn Repke von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Er hatte das Theaterstück „Hinter die Linie zurück" gesehen - auch ein Quartiersratsprojekt - und empfahl es unbedingt weiter. Die nächste Quartiersratssitzung findet am 11. Juli, 18.00 Uhr, im Nachbarschaftshaus „Kiek in" statt.

ReF