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Bewohnerbeirat im August

Abriss im Schorfheideviertel

Anfang August saßen BBR-Mitglieder mit dem Vorstand der DEGEWO, Herrn Bielka und mit Herrn Bahlo von der WBG Marzahn zusammen, um nochmals über den geplanten Abriss der 6-Geschosser im „Schorfheideviertel" zu sprechen. Wir, als BBR, möchten diese Häuser erhalten, geht es da doch um Wohnraum, der tatsächlich gebraucht wird. Kleine, nicht zu teure Wohnungen - für Ältere und sozial Schwache (in Zeiten von Hartz IV keine Seltenheit) gerade das Richtige. Auch finden wir und viele andere Bewohner des Stadtteiles wenig ansehnlich, wie das Gebiet jetzt schon aussieht. Der stehen gebliebene Elfgeschosser gegenüber den wohlgelungenen „Terrassen" - wie gewollt und nicht gekonnt. Im Verlauf des Gesprächs ist zu Recht darauf verwiesen worden, dass es keine großen Probleme mit der Entmietung gab. Die Bewohner ließen sich fast widerspruchslos „umsetzen". Da ist es natürlich für den BBR und die Mieterschutzinitiative außerordentlich schwer, sich für den Erhalt der Häuser einzusetzen und dafür zu kämpfen, wenn kein Druck von den Mietern kommt. Diese Erkenntnis ist für uns nicht neu, denn die „Ahrensfelder Terrassen" wären heute nicht die Attraktion, wenn vor Jahren die Bürger sich nicht eingemischt und mit ihren Aktionen einen Totalabriss verhindert hätten. Den Abriss werden wir nicht stoppen, da auch der DEGEWO „Ziele" gesetzt sind. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat Abrissquoten festgelegt und diese werden auch in unserem Stadtteil umgesetzt. In Zukunft gibt es wieder eine Zusammenarbeit mit den Bürgern - versprach Herr Bielka. Wir nehmen ihn beim Wort!


Am 28. August traf sich der BBR im Nachbarschaftshaus „Kiek in" in der Rosenbecker Straße. Frau Gabi Geißler sprach über die Projekte und Aufgaben dieses Vereins, der in diesem Jahr seinen 15. Geburtstag feiert. Sechs Einrichtungen werden von ihm im Stadtteil betrieben und er ist Träger des sozialen Stadtteilzentrums. Ein nächster Punkt war die beabsichtigte Schließung des Bürgeramtes. Der BBR spricht sich dagegen aus und wird an die Bürgermeisterin einen Brief schreiben und den weiteren Betrieb fordern. Im Stadtteil nimmt der Vandalismus immer mehr zu - dazu zählt die Zerstörungswut, viel Lärm durch Einzelne (vor allem am Wochenende) sowie die Trinkerei in allen Parkanlagen. Es ist einfach nicht hinnehmbar, wenn einzelne Bürger oder kleinere Gruppen das Lebensgefühl und die Wohnumgebung verschandeln. Hier sollte die Polizei doch aktiver werden, denn die Sicherheit der Bewohner darf nicht gefährdet werden. Warum müssen Polizisten immer im klimatisierten Auto die Straßen lang fahren und die Wohngebietswege und -straßen bleiben im wahrsten Sinne links liegen? Am 23. September wird der Bewohnerbeirat mit einem Stand am 5-Kontinente-Fest vertreten sein, um mit den Bewohnern ins Gespräch zu kommen. Die nächste Sitzung findet am 25. September, 18.00 Uhr im Tschechow-Theater, Märkische Allee, statt.

Petra Oelsner
als Sprecherin