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NORDWEST (am) . In Marzahn-Hellersdorf gibt es gegenwärtig drei Stolpersteine. Sie wurden am 18. Juni 2003 vor dem Haus Otto-Nagel-Straße 38 – der ehemaligen Königsstraße 38 – verlegt für Fanny, Philipp und Margot Edith Feibusch. Die im Gehweg vor dem früheren Wohnort eingelassenen Stolpersteine erinnern an die Opfer von Holocaust und Euthanasie in der Zeit des Nationalsozialismus. Das sind 10 mal 10 cm große, aus Beton gegossene Steine mit eingelassener Messingtafel, in die eingraviert wird „Hier wohnte“ und dann Namen, Jahrgang und Stichworte zum Schicksal eines einzelnen Menschen. Ein Stolperstein kann für 95 Euro gestiftet werden. Ziel ist es, dass die Initiatoren sich mit dem Schicksal der jeweiligen Opfer durch eigene Recherchen auseinandersetzen. Das Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf fungiert hier als Koordinator des Verfahrens und Unterstützer bei historischen Recherchen. Der 1947 in Berlin geborene Bildhauer Gunter Demnig hat 1996 in Köln die ersten Stolpersteine verlegt, bis heute wurden in Deutschland etwa 4000 solcher Steine gesetzt.