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für den Stadtteil Marzahn-NordWest
NORDWEST (bl) . Am 1. September war Weltfriedenstag. Auch in unserem Stadtteil wurde dieses Tages mit einer Friedenslesung gedacht. Die Veranstaltung war eingebettet in mehrere Friedenslesungen in Regie des Kulturring e.V. Sie wiederum waren ein Höhepunkt zur Auswertung des Schreibwettbewerbs „Wir schreiben für den Frieden“. Die Initiatoren waren selbst überrascht von der großen Resonanz. 1200 Menschen schickten ihre Beiträge ein! Einige davon wurden an diesem Nachmittag gelesen. Stellvertretend soll das Gedicht „Kolateralschaden“ von Siegfried Modrach genannt werden, welches von Torsten Preußing zu Gehör gebracht wurde. In ihm ist es in beeindruckender Weise gelungen, die Verbrechen an der Zivilbevölkerung im Jugoslawienkrieg 1999 aufzuzeigen und trotzdem ironisch zu sein. Ewald Boot und Jana Anders vom Team des Tschechow-Theaters sowie die Autoren Rainer Stecher (las aus seiner Fantasy-Trilogie „Atragon“), Torsten Preußing (las aus eigenem Erleben insbesondere über die Spendenaktion des DDR-Rundfunks „Dem Frieden die Freiheit“) und Alexander Reiser trugen aus den besten Wettbewerbsbeiträgen und aus eigenen Werken vor. Zudem traten die in Marzahn-NordWest wohlbekannten Künstler Marina Carrozza und Francisco Varon Rojas C. mit lateinamerikanischer Musik auf. Die 13 Besucher erlebten eine interessante Veranstaltung, die dem Anlass dieses Gedenktages voll entsprach. Sie hatte mehr Zuschauer verdient. Die Werbung kann man nicht nur dem Team unter Leitung von Alena Gawron und dem Freundeskreis des Tschechow Theaters alleine überlassen. Hoffentlich werden die nötigen Schlussfolgerungen gezogen und so werden es am 1. September 2008 mindestens doppelt so viele Besucher.