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NORDWEST (am) . Zirkus statt pauken – für die Kinder der Ebereschen-Grundschule begann die erste Woche nach den Ferien diesmal ganz anders. Sie verwandelten sich in Zauberer, Trapezkünstler, Clowns, Feuerschlucker oder Akrobaten. Bunte Kostüme und körperliches Training ersetzten Hefte und Bücher. Emily und Jean waren begeistert: „Das werde ich nie vergessen, wie alle Schüler diese tolle Show gemeistert haben.“ Schulleiter Bernd-Roland Fromm hat dieses Projekt nicht bereut. „In dieser einen Woche haben die Kinder mehr Disziplin und Kreativität entwickelt als in einem normalen Schulmonat. Jungs, die nie Gedichte lernten, mussten jetzt den Text für ihre Clownnummer pauken.“ Vor fast zwei Jahren hatte die Ebereschen-Grundschule beim „1. Ostdeutschen Projektcircus“ nach dieser Zirkuswoche angefragt, nun endlich war es soweit. Die Kinder bewarben sich um die verschiedenen Zirkusnummern und trainierten täglich unter Anleitung der erfahrenen Artisten. Der Projektcircus wird von der Familie Sperlich geführt, die den einst bekannten Zirkus Probst betrieb. Als Namen für ihren Zirkus dachten sich die Kinder „Bubi & Co.“ aus. Je 170 Kinder gehörten zu einer Vorstellung, die zwei Stunden dauerte. Damit waren alle Kinder der Schule in das Zirkusprojekt eingebunden. Nach einer Woche endlich gab es vier Vorstellungen. Die Aufregung und Anspannung war mit den Händen zu greifen. Aber mit der Unterstützung der erfahrenen Zirkusartisten und der bombastischen Stimmung im Zirkuszelt liefen die Nummern wie von selbst. Emily, die talentierte Turnerin aus der 5b, hatte sich für die Akrobatik entschieden. Sie konnte das Training sehr locker angehen. „Aber alle haben hart trainiert, es gab auch mal einen Anranzer“, betont sie.

Ihre Eltern waren hinterher total begeistert. „Das hatten sie uns nicht zugetraut!“, erzählt Emily stolz. Jean aus der 5c hingegen hatte sich für die Taubendressur entschieden. Er drehte die Täubchen in einem Reifen und ließ sie auf einer Wippe balancieren. „Ich hätte auch bei den Ponys und Ziegen mitgemacht, aber eins ging ja nur.“ Jean hat zum Geburtstag ein Degu geschenkt bekommen. Ob er mit dem neue Kunststückchen übt? Emily und Jean jedenfalls hätten gern noch ein paar Wochen mehr Zirkus gespielt. Direktor Fromm hingegen ist ganz glücklich, dass der Zirkus jetzt vorbei ist. „Aber allen Eltern, die uns geholfen haben, dankt die Ebereschen-Grundschule sehr herzlich. Auch der Firma Lorenz, die uns den Strom zur Verfügung stellte.“ Und vergessen werden die Schülerinnen und Schüler ihre artistischen Auftritte so schnell nicht!
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