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(Fortsetzung von S. 1) Und dennoch: Das Fest wurde von einem African-Gospel-Chor eröffnet. Anschließend hatten die Zuschauer die Möglichkeit, die russische Tanzgruppe „Swentana“ und die Gruppe „Bim-Bam“ mit Tänzen zu jiddischen Liedern zu erleben, worauf eine Darbietung vietnamesischer Tänze und traditionellen Gesangs folgte. Ein Höhepunkt des Programms war die mexikanische Show, der Auftritt der Gruppe „MariachiSol Latino“, die zu den Klängen mexikanischer Gitarren sangen und tanzten. Die Gruppe eroberte die Herzen der Zuschauer mit ihrer tollen Interpretation lateinamerikanischer Musik. Einen bleibenden Eindruck hinterließen auch die farbenfrohen Kostüme dieser Künstler. Anschließend demonstrierten die Musikgruppe „NOROS“ aus der Republik Moldau und die Lichtenrader Dorfmusikanten ihr Können. Einen herzlichen Empfang bereiteten die Zuschauer auch der unvergleichlichen Jacqueline mit ihrer hervorragenden Bauchtanzvorführung. Die Gruppe „Shabab“ unterhielt mit orientalischer Musik „made in Berlin“. Großen Erfolg hatten auch italienische Musiker, die Gruppe Rachelina & die Maccheronies - Musica Napoletana, die in ganz Europa auftritt und sich in vielen Ländern großer Popularität erfreut. Ein besonderes Highlight war der Auftritt der beliebten Sängerin Regina Thoss, deren Musik viele der Besucher schon seit Jahrzehnten begleitet. Ein Grußwort richteten die Migrantenbeauftragte von Marzahn-Hellersdorf, Elena Marburg, und der Vertreter des Quartiersmanagements Marzahn-Nordwest, Hans Panhoff an die Teilnehmer und Gäste des Festes. Auch die Kinder konnten eine „Weltreise“ unternehmen, denn für die Kleinsten war ebenfalls für Abwechslung gesorgt. So gab es die verschiedensten Spiele, eine Tombola, Rätsel aller Art, Rutschbahnen, ein Trampolin und eine Hüpfburg, wo man nach Herzenslust springen konnte, ein Karussell, eine Street-Soccer-Anlage und vieles mehr. Modebewusste konnten sich neckische Zöpfe flechten lassen, und auch das Kinderschminken fand großen Anklang. Gegen Abend gingen die lieben Kleinen dann angemalt und müde, aber glücklich nach Hause. Natürlich hatten die Organisatoren auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt: Man konnte einfach nicht an den Ständen vorbeigehen, ohne die aromatischen, hervorragend zubereiteten Speisen aus allen Teilen der Welt zu probieren. Die Möglichkeit, kostenlos kulturell anspruchsvolle Darbietungen zu genießen, die im Rahmen dieses Festes geboten wurde, haben die Bewohner dieses Bezirks nicht allzu oft; viele Konzert- und Unterhaltungsprogramme übersteigen einfach ihre finanziellen Möglichkeiten. Die Organisatoren des Festes haben ein gutes Werk getan und mit diesem Ereignis, das lange im Gedächtnis bleiben wird, gleichzeitig Farbe in den Alltag am Stadtrand gebracht. Es wurde im Rahmen der „Interkulturellen Tage“ in Marzahn durchgeführt und ist durch die finanzielle Unterstützung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, das Quartiersmanagement Marzahn Nordwest und durch den Beschluss des Quartiersrates Marzahn Nordwest ermöglicht worden. Die Veranstalter waren: VISION e.V. und die Veranstaltungsmanagerin Frau Dr. Gawron mit Unterstützung durch Kiek in e.V., den Kulturring in Berlin e.V., den Kinderkeller Marzahn vom Kinderring in Berlin e.V., durch Ball e.V., die urban consult gGmbH, Reistrommel e.V., JAO e.V., den Jugendclub UNO, den Plattenverbund e.V., ABC Integration, die Deutsch-Tadschikische Gesellschaft, den Bewohnerbeirat, die Schulen aus dem Stadtteil, Outreach und andere. Ein solches Fest bleibt lange im Gedächtnis, da es nicht fürs Protokoll durchgeführt wird, um es „abzuhaken“. Es wurde von wirklichen Enthusiasten vorbereitet, die begriffen haben, dass Menschen verschiedener Herkunft mit Hilfe der Kultur einander besser verstehen können. Das gegenseitige Verständnis ist notwendig, denn Berlin ist schon seit langem eine multikulturelle Stadt mit vielen verschiedenen Nationalitäten, von der man sagt „Berlin ist das Las Vegas der Subkulturen.“ Dies scheint eine sehr treffende Definition zu sein.
L. Fischer/Fotos: A. Reiser




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