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für den Stadtteil Marzahn-NordWest

Man kann viel über die Integration sprechen – man kann sie aber einfach auch machen! dafür ging von „Mascha" Rivers aus, einer Deutschlehrerin, die seit Jahren dieser Gruppe die deutsche Sprache näher bringt. Und so wurde dieser Ausflug in die City auch ein Ausflug in die Geschichte unserer Stadt, von der unsere Zugewanderten verständlicherweise nicht alles wissen. Und so staunten sie nicht nur über die opulent beleuchteten Gebäude und Boulevards, sondern auch über historische Details. Wir konnten ihnen am Schlossplatz die Geschichte des ehemaligen Stadtschlosses und des immer noch im Abriss befindlichen Palastes der Republik erklären. Der August-Bebel-Platz rief die Erinnerung an die Bücherverbrennung im Jahre 1933 wach. Besonders beeindruckt waren wir alle über die Ausleuchtung des Boulevards Unter den Linden, der uns an die Kirschblüte in Japan erinnerte. Sodann standen wir am Reichstag und erläuterten dessen differenzierte Geschichte. Auch über die Kreuze an der ehemaligen Mauer staunten viele nicht wenig. Erschöpft von dieser langen Tour, die uns zu Fuß und mit dem Bus durch die historische Mitte der deutschen Hauptstadt führte, aber auch glücklich über die vielen neuen Eindrücke, bedankten sich unsere Nachbarn für den schönen Abend und äußerten gleichermaßen den Wunsch, im Frühling bei einem weiter gehenden Spaziergang auch die Botschaften in Berlin, das Schloss Bellevue und den Potsdamer Platz kennen zu lernen. Diesen Wunsch werden wir selbstverständlich erfüllen.
Erna Bartilla,
Kiek in e.V. Berlin