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NordWest (am) . Im Frühsommer 2006 hatte Ibrahim Sahin (29) – alle nennen ihn Ibo – ein Ladengeschäft am Westausgang des S-Bahnhofes Ahrensfelde eröffnet. Das kam vielen Fußballfans gerade recht, denn Ibo bot eine Großbildwand zum gemeinsamen WM-Fernsehen. Die Stimmung war prächtig... Doch danach begann eine Durststrecke. Sein Konzept „3 Geschäfte in 1" ging nicht sofort auf. Ibo bot eine Sportsbar mit Premiere-Sport, einen 24h-Shop für alle Fälle und ein Internetcafé mit Telefonie. „Ich musste neun Monate lang hart arbeiten, dann waren wir durch", blickt Ibo heute zurück. Bei ihm arbeiten drei Angestellte in versicherungspflichtigen Jobs. ? Nun sieht er eine Chance zum Expandieren. In der Geschäftszeile in der Märkischen Allee stand seit einiger Zeit ein ehemaliges italienisches Restaurant frei. Das hat er aufpoliert und wird es Mitte November eröffnen (s. Foto). Hier verfolgt er sein Konzept „3 Geschäfte in 1" weiter. Aber es soll attraktiver werden. „Uns fehlt hier im Stadtteil ein attraktives Café, in dem man einen gemütlichen Latte macciato oder Capuccino trinken kann, das gibt es jetzt bei mir in hoher Qualität", versichert Ibo. Und auch die Fußballfans können sonnabends verschiedene Spiele gleichzeitig sehen. „Sowohl Hertha- als auch Bayernfans kommen zum Zuge, da wir mehrere Fernseher aufstellen." Und da ein 24h-Shop immer gut ankommt, zumal wenn die Preise besser als an der Tanke sind, blickt Ibo optimistisch nach vorn. „Unser neuer Laden braucht fünf Angestellte." Und Konkurrenz zum Dönerladen nebenan sieht er nicht – „wir sind Freunde!".