Unabhängige und überparteiliche Zeitung
für den Stadtteil Marzahn-NordWest
In den letzten Wochen eines ausgehenden Jahres ist es üblich, eine Bilanz der geleisteten Arbeit zu ziehen, die gelungensten Maßnahmen zu bewerten und die weniger erfolgreichen zu analysieren und nach Möglichkeit die vorrangige Ausrichtung der Tätigkeit für das kommende Jahr zu bestimmen. Wir haben die Mitarbeiterin der QuartiersAgentur Marzahn- NordWest Natalja Jäger, die unmittelbar mit der Problematik der Migranten und Spätaussiedler befasst ist, gebeten, die dringendsten Aspekte der für das nächste Jahr anstehenden Arbeit mit den Bürgern des Bezirkes zu benennen. Erstens verdient ihren Worten zufolge all das ein besonderes Augenmerk, was mit der Bildungs- und Erziehungsarbeit mit Kindern, Heranwachsenden und Jugendlichen zu tun hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich nun um Migranten oder einheimische Bürger handelt. Und so verdienen Kinderprojekte, Jugendklubs, Gesellschaften und schulische Einrichtungen, d.h. die Strukturen, die diese Tätigkeit direkt ausüben, eine größere Unterstützung. Ständiger Aufmerksamkeit bedarf die Entwicklung der konkreten Mitwirkung der Eltern am schulischen Leben ihrer Kinder in Zusammenarbeit mit den Verwaltungsgremien der Schulen, die sie besuchen. Hier ist auch eine größere Initiative seitens der Eltern gefordert, ein Interesse an der Entwicklung von Lebensansichten und Standpunkten bei ihren Kindern. Ein zweiter Schwerpunkt, der jedoch nicht weniger wesentlich ist, könnte nach Meinung von Natalja Jäger die Entwicklung und Unterstützung der gemeinsamen Initiativen der Bürger des Bezirks werden, von Migranten und einheimischen Bürgern. Das ließe sich in den verschiedensten und allen zugänglichen Formen verwirklichen: angefangen von lehrreichen Ausfl ügen und Sportveranstaltungen über die Durchführung thematischer Abende bis hin zu festlichen Veranstaltungen. Aber eben gemeinsamer Veranstaltungen, sodass man sich gegenseitig im kreativen Prozess unterstützt. Das wird zweifellos helfen, seine eigenen „Nachbarn“ besser kennen zu lernen und bisweilen auch auf diese Weise neue Freunde und Bekannte zu finden. A.P.