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Die Deutsch-Russischen Festtage wird es wieder geben

Interwiev mit André Nowak, Vorsitzender des Vereins Deutsch-Russische Festtage e.V.

Anfang Juni dieses Jahres waren die Berliner und ihre Gäste Zeugen bzw. unmittelbare Teilnehmer eines großartigen Volksfestes – der ersten Deutsch-Russischen Festtage auf der Trabrennbahn in Berlin-Karlshorst. Die Initiative und die Organisation der Festtage liegt in der Hand des gleichnamigen Vereins „Deutsch-Russische Festtage e.V.“. Der Vereinsvorsitzende André Nowak beantwortete in einem Interview die Fragen der Redaktion „NORDWEST“

Die ersten Deutsch-Russischen Festtage sind erfolgreich verlaufen. Davon zeugen nicht zuletzt die vielen Meinungsäußerungen der Mitwirkenden in den Medien. Wie sind Ihre persönlichen Eindrücke?

André Nowak mit Currywurst und Kaviar
André Nowak mit Currywurst und Kaviar

Man hat sehr deutlich gespürt, dass so ein Fest in Berlin fehlt. Die Ensembles aus Moskau, Wolgograd und Orenburg sind mit großer Begeisterung aufgenommen worden. Ebenso groß war aber auch das Interesse an den künstlerischen, informativen und kulinarischen Angeboten von Vereinen. Dicht umlagert waren die Stände mit landestypischen Gerichten und russischem Bier von Juri und Helena Kandala, Dennis und Swetlana Schwenk („Russische Küche“) und ihren vielen Helfern aus Marzahn-NordWest. Es gibt ein russisches Berlin, aber auch viele Berlinerinnen und Berliner, die neugierig auf die russische Kultur sind. Insofern hat sich die große Mühe gelohnt, und ich bin froh, dass wir im Ringen um die erstmalige Durchführung der Festtage nicht vorzeitig aufgegeben haben. Wir wollen die Festtage jedes Jahr um den 12. Juni – den russischen Nationalfeiertag – veranstalten, sie also fest im Berliner Veranstaltungskalender etablieren. Für 2008 steht mit dem 6.–8. Juni das Datum bereits fest. Mit der Trabrennbahn in Karlshorst haben wir auch für die 2. Festtage ein hervorragendes Gelände.

Unsere Zeitung wendet sich an die Bewohner im Nordwesten Marzahn-Hellersdorfs. Im gesamten Bezirk leben mehr als 25.000 russischsprachige Bürger aus der ehemaligen Sowjetunion, die aktiv in zahlreichen Integrationsprojekten, Vereinen und Klubs tätig sind. Was muss man tun, um an den Festtagen teilnehmen zu können?

Diese Vereine und ihre Mitglieder sind mit ihren Angeboten ein wichtiger Bestandteil der Festtage. Deswegen möchte ich auch meine Einladung zur aktiven Mitgestaltung gern wiederholen. Die Kontaktmöglichkeiten fi ndet man am schnellsten auf unserer Homepage www.drf-berlin.de im Internet.

Wenn also die Festtage 2008 wieder stattfinden, sind Sie und Ihre Mitstreiter doch sicher schon in intensiven Gesprächen und Verhandlungen mit Partnern und Sponsoren. Haben Sie auch deshalb am „Petersburger Dialog“ in Wiesbaden teilgenommen?

Erfreulicherweise sind die Sponsoren und Partner der ersten Festtage auch 2008 wieder dabei. Auch dies ist eine Anerkennung unserer Arbeit. Neben GAZPROM, der HOWOGE und dem rbb, um nur einige zu nennen, brauchen wir aber noch weitere Unterstützung für das Projekt. Der Petersburger Dialog war eine gute Möglichkeit, bei Vertretern aus Politik und Wirtschaft beider Länder für die Festtage zu werben, und ich bin auch auf erfreulich großes Interesse gestoßen. Für die kommenden Festtage hat der Botschafter der Russischen Föderation, Vladimir Kotenev, persönlich die Schirmherrschaft übernommen, und ich bin sehr froh, einen so engagierten und auch sympathischen Menschen an unserer Seite zu wissen.

Die Festtage im kommenden Jahr werden sicher eine ähnliche Note wie die diesjährigen haben. Was wird anders, welche Neuheiten wird es geben?

Im Mittelpunkt werden wieder vielfältige kulturelle Angebote auf mehreren Bühnen und gute russische Küche stehen. Das Sportangebot wird breiter, und Russland heute wird auch noch erlebbarer präsentiert werden. In Planung ist ein großer ökumenischer Gottesdienst, wir werden etwas zu Puschkins Geburtstag am 6. Juni machen und neue Mitmach-Angebote für Kinder und Jugendliche unterbreiten. Mehr möchte ich jetzt noch nicht verraten.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg! A.P.

Beim letzten Deutsch-Russischen Fest
Beim letzten Deutsch-Russischen Fest

Fotos: aus dem Archiv des Vereins Deutsch-Russische Festtage e.V.