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Wieder ein Geschäft weniger

Viele Fragen zur S-Bahnpassage und positive Neuigkeiten zur Brücke

Hinter Friseur und Feller-Markt gähnt Leerstand
Hinter Friseur und Feller-Markt gähnt Leerstand
S-Bahnhofausgang

NORDWEST (am) . Immer wieder haben wir in der NORDWEST über den Zustand der S-Bahnpassage am Westausgang des Bahnhofes Ahrensfelde informiert. Oft haben wir über Ladenschließungen berichten müssen, meist auch über ungenügende Marketingaktivitäten des Vermieters IdealWert. Nun schloss zum 26. Januar auch die PLUSFiliale. Damit ging, so die Meinung vieler Anwohner, ein preiswerter Anbieter verloren. Frau Weigmann aus Marzahn-West sagte uns: „Unmöglich, dass PLUS zugemacht hat. Alles wird nur noch an Umsatz und Gewinn gemessen. Jetzt bleibt uns nur der teure extra-Markt. Und zu NETTO auf der anderen Straßenseite trauen sich ältere Leute trotz Ampel kaum.“ Zwischen NETTO und PLUS gibt es einen engen Zusammenhang. Im letzten Quartal 2007 verkündeten die Handelsriesen Tengelmann (PLUS) und Edeka (NETTO) einen strategischen Zusammenschluss. Aus beiden Discountern soll ein Gemeinschaftsunternehmen entstehen, das die Branchenführer ALDI und Lidl erfolgreich angreifen kann. Dazu sollen ab diesem Jahr 300 Millionen Euro investiert werden, der Umbau soll 2010 abgeschlossen sein. PLUS und NETTO werden sich also keine Konkurrenz mehr machen. Wo ein großer Netto- Markt steht, wird kein kleiner PLUS-Markt sein. Dennoch erwarten viele Bürger vom Bezirksamt und dem Vermieter endlich Aktivitäten. So schrieb uns Frau Gründig zur Geschichte der S-Bahnpassage: „Von zwölf mittleren bzw. kleineren Geschäften am Anfang existieren heute gerade einmal noch fünf. Zum damaligen Zeitpunkt gab es noch einen Blumenladen, „Conny‘s Container”, Tabak und Spirituosen, ein Reisecenter, einen Bürobedarf-Shop und zwei Kaufhallen (Reichelt und PLUS). Geblieben sind nun nur noch ein Bäckerladen, der Friseursalon, Kinder- und Damenmoden und unsere Apotheke. Nun fragen wir: wie soll das weitergehen? Wann wird endlich vonseiten der zuständigen Behörde, sprich Bezirksamt, mit dem Vermieter gesprochen und verhandelt?“ Diese Frage geben wir an den zuständigen Stadtrat weiter. Interesse hatte auch die Information zur S-Bahnbrücke in der Lokalpresse geweckt: Die Deutsche Bahn AG hatte in einem Arbeitsgespräch ihre Bereitschaft erklärt, die Brücke am S-Bahnhof umzugestalten. Darum hatte sehr umsichtig Rolf Palisch in seiner Funktion als Vorsitzender des Quartiersrates Marzahn- NordWest bei den Bahntöchtern DB Netz und DB Station & Service geworben. Die Bahn kann sich insbesondere vorstellen, die Verkleidung auszubauen, das Brückendach mit Panzerglas auszukleiden und die Beleuchtung zu verstärken. Auch über eine Videoüberwachung wird diskutiert; diese würde jedoch etwa 20.000 Euro kosten. Manche Anwohner hingegen vertreten radikalere Lösungen wie Frau Weigmann: „Eine offene Brücke wie am Eastgate reicht. Da gehen die Leute so schnell wie möglich rüber und wieder runter!“

IdealWert – was wollen wir mit unserem Namen sagen? Er steht für den idealen Wert eines Grundstücks, eines Ladens, einer Wohnung, der allen Beteiligten Gewinn bringt. Diesen Wert streben wir an und erreichen ihn auch. Jeden Tag. Und immer wieder.”

Selbstdarstellung der IdealWert AG auf ihrer Homepage

Berichtigung:

IdealWert AG nicht insolvent

Unsere Meldung nach Redaktionsschluss auf S. 1 zum Artikel "Wieder ein Geschäft weniger" zur angeblichen Insolvenz der IdealWert AG war falsch. Vielmehr hat der Eigentümer der Immobilie "Ahrensfelder Chaussee 140 - 150 A" Grundwert Handelszentrum GmbH & Co. Investitions KG am 18.2.2008 einen Insolvenzantrag gestellt. Die IdealWert AG war lediglich der Überbringer der schlechten Nachricht. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

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