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für den Stadtteil Marzahn-NordWest
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) hat die Aktivität der Aussiedler im Vergleich zu anderen Migrantengruppen als gering eingeschätzt. Das belegen die Ergebnisse von Untersuchungen des Difu über die Tätigkeit von Berliner Quartiersbeiräten in Stadtteilen, die einer Entwicklung der sozialen Infrastruktur bedürfen. In diesen Studien wurde insbesondere darauf hingewiesen, dass sich im Gegensatz zu den Türken die Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion und dem ehemaligen Jugoslawien eher passiv an der Arbeit dieser Räte beteiligen. Um diesen Mangel auszugleichen wird vorgeschlagen Kontakte zu Organisationen herzustellen, die ihre Interessen vertreten. Es sei daran erinnert, dass 1999 die Bundesregierung und Gremien der Länder in dem Bestreben, auf die immer stärkere soziale Differenzierung in den Städten zu reagieren, die Grundlagen für das Programm „Soziale Stadt” gelegt haben. Die Stadtteile, die einer Entwicklung der sozialen Infrastruktur besonders bedurften (die so genannten Quartiere), erhielten im Rahmen dieses Programms eine spezielle Unterstützung. In der Regel waren das Stadtteile mit einem hohen Bevölkerungsanteil von Migranten. In jedem dieser Stadtteile wurden Quartiersmanagementbüros eingerichtet. In Berlin gibt es 29 solcher Büros. Eines von ihnen befi ndet sich in Marzahn- Nordwest. Im vergangenen Jahr hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung das difu beauftragt, den Beteiligungsgrad von Migranten an der Entwicklung der Stadtteile einzuschätzen. In 12 Quartieren der Hauptstadt wurden im Laufe von sechs Monaten die entsprechenden Untersuchungen durchgeführt. Im Ergebnis stellte sich heraus, dass die Migranten 24 % der Mitglieder der Quartiersbeiräte ausmachen. Diese Gremien treffen unter anderem Entscheidungen über die Verteilung von Finanzierungen auf die einzelnen Projekte. Die Schlussfolgerungen des Instituts wurden für alle 12 Quartiere zusammengefasst. In Marzahn-Nord- West kann man der Gruppe der Aussiedler die Aktivität nicht absprechen. Nach Meinung der Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Hella Dunger-Löper bestätigt das, auch wenn die Untersuchungen eine geringe Anzahl von Migranten in diesen Räten belegen, dass es den Behörden gelingt, mit den verschiedenen Migrantengruppen in Kontakt zu treten. A.R.