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NORDWEST (am) . Nach dem Bekanntwerden der Zahlungsunfähigkeit des Eigentümers der S-Bahnpassage (s. unten) ist die Stimmung der gewerblichen, aber auch der privaten, Mieter mehr als gedrückt. Alle wissen, dass die Situation eher noch ungünstiger geworden ist. Auf Anfrage erklärte uns Wirtschaftsstadtrat Christian Gräff (CDU), dass erst einmal gar nichts passieren könne. Ein Insolvenzverfahren zöge sich erfahrungsgemäß in die Länge. Erst wenn die Immobilie einen neuen Eigentümer hätte, könnte dieser die Mietverträge für die Gewerberäume kündigen. Die Wohnungen dagegen seien unkündbar. Es war aber zu hören, dass Wohnungsmieter in den letzten Monaten vermehrt gekündigt hätten. Die verbliebenen gewerblichen Mieter müssen jetzt noch enger zusammenrücken. Die Ankündigung der Firma asgro, im ehemaligen PLUS-Geschäft zum 17. März einen Sonderpostenmarkt einzurichten, ist bisher ergebnislos geblieben. Kurz vor Ostern war dort keine Stellungnahme einholbar. Es ist nun fünf vor zwölf in der S-Bahnpassage. Hofentlich setzt die Not jene Kräfte frei, die für eine Zukunft notwendig sind.
Unsere Meldung nach Redaktionsschluss auf Seite 1 in NORDWEST 54 zum Artikel „Wieder ein Geschäft weniger” zur angeblichen Insolvenz der IdealWert AG war falsch. Vielmehr hat der Eigentümer der Immobilie „Ahrensfelder Chaussee 140–150A” Grundwert Handelszentrum GmbH & Co. InvestitionsKG am 18. 2. 2008 einen Insolvenzantrag gestellt. Die IdealWert AG war lediglich der Überbringer der schlechten Nachricht. Wir bitten um Entschuldigung. (Red.)