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für den Stadtteil Marzahn-NordWest

Ein kleines Theater mit Größe

von Rainer Stecher

Aufführung des Stückes „Der Bär” anlässlich des 5-jährigen Bestehens des BTT am 31. Mai 2007
Aufführung des Stückes „Der Bär” anlässlich des 5-jährigen Bestehens des BTT am 31. Mai 2007

Wer kennt es nicht – das Tschechow-Theater in Marzahn- NordWest. Auf den ersten Blick erscheint es, eingebettet in einer Ladenzeile, klein und unscheinbar. Doch seit das Berliner deutsch-russische Tschechow- Theater 2002 mit Mitteln des Quartiersmanagements gegründet wurde, macht es seinem großem Namen alle Ehre. Anton Pawlowitsch Tschechow – ein großer Literat – wurde am 29. Januar 1860 in der russischen Stadt Taganrog geboren und starb 1904 in Badenweiler. Er schrieb zahlreiche Theaterstücke, Erzählungen und Kurzgeschichten. Seine Stücke sind weltberühmt. Auch heute wird Tschechow als unübertroffener Meister der Literatur betrachtet. Die meisten seiner handelnden Personen sind anständig und sensibel. Sie träumen davon, ihr Leben und das ihrer Mitmenschen zu verbessern. Das Theaterteam um Frau Gawron leistet für eben dieses Ziel einen großen Beitrag. So entwickelte sich das Theater in unserem Kiez zu einem Zentrum der Kultur, der Begegnung und Integration. Ob Musikveranstaltungen, Literatur- und Folkloreabende, Kabarett, Lyrikabende, Kinderveranstaltungen oder Lateinamerikanisches – das Tschechow- Theater ist eine Begegnungsstätte von Kunstschaffenden und Gästen verschiedener Nationalitäten und arbeitet auf hohem Niveau. Ich selbst hatte als Gast und Künstler das Vergnügen, die exzellente Vorbereitung und den professionellen Ablauf von Veranstaltungen zu verfolgen und zu genießen. Eine Wirkung, die auch nach außen dringt, die von unseren Bewohnern angenommen wird und sich in den verschiedensten Festivitäten unseres Kiezes niederschlägt. So ist das Berliner Tschechow-Theater unter der Leitung von Frau Gawron zum wichtigsten kulturellen Dreh- und Angelpunkt in Marzahn-Nord geworden. Ein Ort, der sowohl für die deutsche wie die russische Kunst und Kultur bedeutsam ist, den es zu erhalten gilt, der materiell, personell und vor allem finanziell bestens ausgestattet sein muss. Ein mahnender Appell, der an jene Verantwortlichen gerichtet ist, die über das Wohl und Wehe von Theaterzuschüssen und Fördermitteln zu entscheiden haben. Denn wisst, Kunst und Kultur bereichern unser Leben, integrieren und machen es menschlicher und wärmer. Anton Pawlowitsch Tschechow würde mir gewiss zustimmen.