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für den Stadtteil Marzahn-NordWest

Er wurde vor vier Jahren als Beratungsgremium verschiedener Organisationen gegründet, die von den Aussiedlern in der Hauptstadt zu verschiedenen Zeiten ins Leben gerufen worden waren und sich mit der Integrationsproblematik beschäftigen. Das Spektrum dieser Organisationen ist sehr heterogen, sowohl was die Überzeugungen als auch die Ziele betrifft ... So sind in einigen von ihnen ethnische Deutsche zusammengekommen, die in der ehemaligen UdSSR als nationale Minderheit gelebt hatten und nun nach ihrer Überzeugung in die historische Heimat zurückgekehrt sind. Es ist völlig logisch, dass sie sich vollständig mit dem deutschen Volk identifi zieren, da sie sich an ihrem früheren Wohnort selbst als Deutsche gefühlt haben. Andere Organisationen vertreten eine andere und ebenfalls zahlenmäßig recht große Gruppe: Russlanddeutsche, die im sowjetischrussischen Milieu stärker assimiliert waren, bis zu ihrer Übersiedlung ihre Muttersprache nicht beherrschten und nur in russischer Sprache kommunizierten. In Deutschland fühlen sie sich als normale Migranten, und sind bereit sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren. Diese Gruppe steht für die Beibehaltung der Zweisprachigkeit im Alltag und sieht sich selbst als Angehörige zweier Kulturen. Zur dritten Gruppe gehören jene, die sich ausschließlich mit den Russen identifi zieren. Dennoch leben sie aufgrund gewisser Umstände gegenwärtig in Deutschland. Sie sind bereit, die Sprache zu erlernen und sich genau in dem Maße zu integrieren, wie es die Beamten von ihnen verlangen. In letzter Zeit haben sich gerade von ihnen viele aktiv in das Programm der Regierung der Russischen Föderation zur Unterstützung der Landsleute im Ausland und ihrer Rückkehr in die Heimat eingebracht. In der Sitzung des Berliner Integrationsrates am 27. Februar wurde von Vertretern gesellschaftlicher Organisationen der Aussiedler (Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V., Heimat e.V., Lyra e.V., Neubeginn e.V., Vision e.V., Internationale Konvent der Russlanddeutschen, ZMO), von Unternehmern (RiF GmbH, Wedel GmbH, Berliner Innovationszentrum) und der künstlerischen Intelligenz (Literaturkreis der Deutschen aus Russland e.V., Berliner Literaturkreis Blik e.V., Fonds ASEK) die geänderte Satzung des Beirates angenommen und ein neuer Vorstand gewählt. Er wird geleitet vom Vorsitzenden des Projekts AoA (BALL e.V.) und Vorstandsvorsitzenden von Lyra e.V., Viktor Fromm, als Stellvertreter wurden Johann Kaib (Vorsitzender des Berliner Literaturkreises Blik e.V.) und Daniel Dorsch (Vorsitzender des Berliner Innovationszentrums) gewählt. A.R.