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Kleingärtner haben immer irgendwas zu tun, am 19. April aber herrschte geradezu Hochbetrieb in den Interkulturellen Gärten an der Golliner Straße. Aufgerufen waren alle Pächter zum gemeinsamen Frühjahrsputz. Da wurden Zäune gestrichen, Unkraut gezupft, die Hecken ausgelichtet, der Rasen gemäht, die Wasserbecken geschrubbt, der Schuppen aufgeräumt und das Gemeinschaftshaus geputzt. Selbst die Kinder halfen mit. Marianne Backofen, eine der alteingessenen Parzellenpächter, gibt Tipps zur Gartenpfl ege und packt tatkräftig mit an. „Nein, das Laub muss liegen bleiben, das wird noch gegossen und dann hält es schön die Feuchtigkeit“, erklärt sie und fegt gleich mal einen Haufen zusammen. Sie kennt sie alle, die Gartenfreunde, weiß, wer sich um seine Beete und den Rasen kümmert und wer nicht gerne Unkraut zupft. „Er hier“, sagt sie und zeigt auf ein noch unbebautes Fleckchen, „ihm wollten wir schon kündigen, weil er nichts gemacht hat, aber jetzt hat er die kleinen Bäumchen gepfl anzt und guckt wieder öfter vorbei“. Es ärgert sie, dass manche ihre Aufgaben nicht ernst nehmen. Das spricht sie dann auch in den Pächterversammlungen an wie zum Beispiel das Putzen des Gemeinschaftshäuschens mit Wohnküche und Toiletten. „Wir haben einen Plan gemacht für jeden und nun klappt es ganz gut“, sagt die engagierte 79-Jährige und verschwindet im Gesträuch. Sie will heute noch einige auswuchernde Büsche zurück schneiden. Gegen Mittag ist der Rasen fast fertig gemäht, die Kletterrosen haben wieder Platz zum Wachsen und die Büsche feuchtes Laub um die Wurzeln. Nun sind die Parzellen dran, da müsste man ja auch mal wieder aufräumen … ReF