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Viel Lärm um nichts

In der Ausgabe 51 schrieben wir über das staatliche Programm zur Förderung der freiwilligen Rückkehr unserer Landsleute in die russische Föderation. In Deutschland wurde dieses Programm von vielen Menschen, die aus der ehemaligen UdSSR gekommen waren, als Einladung Russlands aufgenommen zurückzukehren. Es gab viel Lärm und Diskussionen darum. Und zwar nicht nur unter den Migranten. Sieht man sich jedoch an, welche Ergebnisse das Programm inzwischen gezeitigt hat, scheint es, als wäre alles umsonst gewesen. Nach den Angaben des Föderalen Migrationsdienstes Russlands sind bis zum Frühjahr dieses Jahres nur 138 Personen von 5000 bis 5500 erwarteten nach Russland zurückgekehrt. In den meisten Fällen aus ehemaligen Sowjetrepubliken. Leider haben sich die attraktiven Berichte in den Massenmedien über Landsleute, „die in der Heimat erwartet werden”, milde ausgedrückt, als nicht der Realität entsprechend erwiesen. So konnte zum Beispiel, als die Konzeption des Programms erstellt und das Programm veröffentlicht wurde, niemand schlüssig begründen, wofür die Russische Föderation eine solche Übersiedlung braucht. Im Grunde war es der Wunsch nach einer „Korrektur der demographischen Situation im Land”. Dennoch bestehen die größten Schwierigkeiten in den ungelösten Strukturproblemen im Land, in der niedrigen Entlohnung der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung, im Fehlen des nötigen Wohnraums und der schwachen sozialrechtlichen Absicherung der Menschen sowie der undurchdachten Finanzierung. Alles spricht dafür, dass es nötig ist, die großspurigen Erklärungen in einigen russischen Massenmedien in Bezug auf den „zu erwartenden freudigen Empfang” außerordentlich abwägend und prüfend aufzunehmen. Ebenso wie die Verlautbarungen einiger Migranten in Berlin, die sich angeblich um das Schicksal „ihrer Landsleute sorgen” und bei Weitem nicht uneigennützig zur Übersiedlung aufrufen (solange es nicht die eigene ist). A. R.