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Zur Arbeit des Quartiersfonds 1

Das vorzeitige Ende eines anerkannten Projektes?
Das vorzeitige Ende eines anerkannten Projektes?

Neben dem Quartiersrat Marzahn-NordWest gibt es bei uns noch die Vergabejury des Quartiersfonds 1 (QF). Der Unterschied beider Gremien ist nicht nur in der fi nanziellen Ausstattung der Projekte zu sehen, sondern und vor allem in der Arbeitsweise. Während der Quartiersrat öffentlich und damit transparent arbeitet, erfolgt die Arbeit der Jury des QF 1 unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Am 3. Januar 2008 hatte ich beim QF 1 Mittel beantragt zur Weiterführung des Projektes „Picobello“. Am 28. April, also mehr als ein Vierteljahr nach Antragsstellung, wurde mir die Ehre zuteil, an der Beratung der Jury teilzunehmen, um meinen Antrag zu begründen. Nach Aussage der Frau Dubsky von der Quartiersagentur eine absolute Ausnahme, dass ein Antragsteller an der Beratung teilnehmen darf. Was ich bei dieser Beratung erleben konnte, war schon erstaunlich. Bei mir entstanden die folgenden Eindrücke:

– der Jury fehlte der entsprechende Sachverstand, weil bei der Bewertung Rabatte und Transportkosten unberücksichtigt blieben

– mangelndes soziales Verständnis, da inzwischen sich Kinder und Jugendliche an der Betreuung dieses Projektes beteiligen

– mangelnde Achtung vor ehrenamtlicher Tätigkeit.

Die Diskussionsbeiträge der Jurymitglieder waren zum Teil hanebüchen. Im Ergebnis dessen stehe ich nicht mehr als Projektmanager zur Verfügung.

Rolf Palisch