Unabhängige und überparteiliche Zeitung
für den Stadtteil Marzahn-NordWest
Man nennt ihn die schönste Jahreszeit, den Frühling. Das ist er auch für unsere Kinder im Stadtteil. Dies ist besonders auffallend durch die vielen Spielplätze im Kiez. Ihre Vielfalt und zum Teil kunsthandwerkliche Gestaltung sind ein Markenzeichen für Marzahn-Nordwest. Überall fröhliches Herumtollen auf den Spielstätten, Muttis und zunehmend junge Väter nutzen die Beaufsichtigung ihrer Kinder für einen nachbarschaftlichen Plausch. Der Schein trügt nicht, es sind ausgelassene Kinder und das ist schön so! Wir wissen andererseits, nicht allen Kindern, die dort spielen, geht es immer gut. Nicht nur Sabine Erdmann und ihr Team vom Blockhaus „Fantasie“ haben so manchen hungrigen Kindermund stopfen können oder müssen, was auch durch Lebensmittelspenden möglich wurde. Vergegenwärtigen wir uns – fast 50 % der Kinder unseres Stadtteils sind auf Sozialleistungen angewiesen, was zumeist bedeutet, dass ihre Eltern von Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II leben müssen. Herr Gläser vom FFAIRReisebüro im Havemanncenter weiß zu berichten: „Es werden immer weniger Reisen gebucht, bei denen Kinder und Jugendliche die Mitreisenden sind.“ Bei aller Wertschätzung der Jugendfreizeitangebote in unserem Kiez: Es gibt nicht nur Gutes zu berichten. Die Turnhalle in der Eichhorster Straße wird zum Schuljahresende geschlossen. Outreach – Mobile Jugendarbeit, Klub „Mehrweg”, andere Freie Träger und Initiativen bieten dort fast jeden Tag Freizeitsport, einschließlich an den Wochenenden, welcher von den Jugendlichen seit Jahren rege angenommen wird. Nun gibt es Schwierigkeiten, diese Veranstaltungen innerhalb unseres Stadtteils zu verlagern. Liebe Nachbarn, hoffentlich wird dieses Problem bald gelöst sein! Dies ändert nichts am Gesamteindruck – unser Kiez zeichnet sich durch vielfältige Veranstaltungen für Jung und Alt, insbesondere für Kinder, aus. Als Beispiele seien aus der jüngsten Zeit das Frühlingsfest des „Kiek in“ am 8. Mai und der „Große Märchentag“ – Tag der offenen Tür im Jugendhaus UNO am 18. Mai erwähnt.
Tschüs Bernd Lange