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QUARTIERSRAT

Insgesamt 7 Bauprojekte wurden beschlossen

Dieser Wohnhof soll bald besser beleuchtet werden. Foto: ReF
Dieser Wohnhof soll bald besser beleuchtet werden. Foto: ReF

Zu Beginn der 23. Sitzung des Quartiersrates Marzahn- NordWest am 23. April 2008 dankte dessen Vorsitzender Rolf Palisch allen langjährigen und neuen Mitgliedern für ihre engagierte Arbeit. Auf der Tagesordnung standen Diskussion und Abstimmung über fünf Projekte aus dem QF 2 mit einer Summe von 18.100 Euro. Das erste Projekt war die Einweihung des Sportplatzes am Geraer Ring. Renate Müller vom 1. FC Marzahn gab einen kurzen Überblick über den Stand der Vorbereitungen und die künftige Nutzung durch den Verein und die umliegenden Schulen. Das zweite Projekt betraf Mittel für die Kitas. Ulrike Schymanski von der Kita „Knirpsenstadt am Glitzerbach“ betonte, dass die fi nanzielle Ausstattung der Einrichtungen nicht so üppig sei und die Mittel aus dem Quartiersfonds gerne angenommen würden. Dann wurde über die Organisation einer sexualpädagogischen Fachtagung mit JAO als Träger diskutiert. Die erste Tagung war ein großer Erfolg, der Beratungsund Diskussionsbedarf ist nach wie vor groß und deshalb sehen es die Initiatoren als wichtig an, weiter im Gespräch zu bleiben. Die Tagung wird im Stadtteil durchgeführt mit Pädagogen, Erzieher und Betreuer als Zielgruppe. Eine „Marzahner Tüte“ soll für den Stadtteil werben. Diese Idee gefi el den Quartiersratsmitgliedern und sie regten an, Vorschläge für Motive und Texte dazu in einem Ideenwettbewerb zu sammeln. In diesem Jahr soll es auch wieder einen Weihnachtsmarkt geben. Allen fünf Projekten wurde zugestimmt. Dann standen Berichte aus den Arbeitsgruppen auf der Tagesordnung. Noch immer blockierten ungeklärte Eigentumsverhältnisse die Recherchen der AG Bahn zur Fußgängerbrücke. Die AG Barnimplatz berichtete über mehrere Treffen, zu denen Ideen zur Umgestaltung des Platzes gesammelt wurden. Abschließend berichtete Bernd Lange über die ersten Zusammenkünfte des Forums Aktiver Bürger und Torsten Preußing wünschte sich, dass die interessanten Veranstaltungen im Tschechow-Theater noch mehr von den Bewohner des Stadtteils genutzt werden sollten. Zur 24. Sitzung traf sich der Quartiersrat Marzahn- NordWest am 21. Mai erstmals in den Räumen des neuen Bürgerzentrums im Havemanncenter. Schwerpunkt der Beratungen waren diesmal Bauvorhaben, die aus dem Programm Soziale Stadt gefördert werden sollen. Als erster Projektantrag stand die „Wanderbaude am Kletterfelsen“ von Torsten Preußing zur Diskussion. Er möchte ein kleines Häuschen aufstellen lassen, das Wanderern als Schutzhütte dient, Informationen und Broschüren über den Stadtteil und den Bezirk anbietet und wo auch ein kleiner Imbiss möglich ist. Dem Vorschlag wurde zugestimmt, allerdings muss er noch konkretisiert werden. Das Kinder- und Jugendhilfezentrum Haus „Windspiel” von JAO e.V. an der Golliner Straße 4–6 möchte seinen Eingangsbereich neu gestalten und im Garten einen Bewegungs- und Erlebnisspielraum einrichten. Beide Anträge wurden positiv beschieden. Der Schulhof der Paavo- Nurmi-Grundschule ist der letzte im Stadtteil, der noch etwas kahl und eintönig aussieht. Deshalb soll er mit Spiel- und Sportangeboten für alle Altersstufen ausgestattet werden. Auch diesem Antrag stimmte der Quartiersrat zu. Der Verein Clean Winners e.V. möchte einen Fitness- Spielplatz für Senioren und als zweites Projekt eine multifunktionale Beach- Sportanlage für Jedermann bauen. Ersteres erhielt die Zustimmung, das zweite Projekt wurde abgelehnt. Nicht zugestimmt wurde auch dem Umbau der Tennisanlage am Geraer Ring, aber empfohlen, den Antrag im nächsten Jahr noch einmal einzureichen. Drei Vorhaben hat die WBG Marzahn zur Abstimmung gegeben, zwei wurden befürwortet: der Erweiterung der Beleuchtung des Innenhofes zwischen Wittenberger und Wörlitzer Straße und der Aufstellung von Recyclingbehältern an den beiden Straßen. Die Aufwertung des Eingangsbereiches des Niedrig-Energie-Hauses wurde abgelehnt. Das traf auch auf den Antrag von Jörg Strohschein zu, der die Kreuzung Köthener Straße/Wuhletalstraße für Radfahrer sicherer machen möchte. Leider war das nicht förderfähig, der Quartiersrat will aber Herrn Strohschein bei seinen weiteren Bemühungen im Bezirksamt unterstützen. Das gilt auch für den abgelehnten Antrag des Reggio-Kinderhauses, Straßenschwellen vor der Kita zu installieren. Anschließend wurde für die bestätigten Projekte eine Prioritätenliste festgelegt, mit der Umgestaltung des Paavo-Nurmi-Schulhofes an erster Stelle. Zum Schluss gab es noch den Vorschlag, zur nächsten Sitzung des Quartiersrates einen Vertreter der BVG einzuladen. Es gibt Hinweise, dass vor der Paavo-Nurmi-Schule die Straßenbahnen sehr rasant vorbeifahren, was besonders die Schulkinder gefährdet. ReF

Der Quartiersrat trifft sich wieder zu seiner öffentlichen Beratung am 10. Juli, 18.00 Uhr im Bürgerzentrum im Havemanncenter, 1. OG.