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Neu- und Alt-Marzahner lernen zusammen Dresden kennen

Die Reisegruppe in Dresden Foto: Ruslan Seitov
Die Reisegruppe in Dresden Foto: Ruslan Seitov

Am 13. Mai 2008 fand im Berliner Deutsch-Russischen Tschechow-Theater (BTT, Märkische Allee 410, 12689 Berlin) eine Zusammenkunft aller Teilnehmer einer Studienreise nach Dresden statt, die am 19. April dieses Jahres durchgeführt worden war. Im Rahmen des Treffens wurde auch ein Amateurfi lm von G. Beckert gezeigt. Bildlich gesprochen konnte kein Apfel zur Erde fallen, so voll war der Zuschauerraum. Die Zusammenkunft war die Fortsetzung guter Gespräche, des Meinungsaustauschs und der gemeinsamen Erinnerungen. Der gezeigte Film war sozusagen das Ergebnis der Reise, die erstmals in dieser Zusammensetzung stattgefunden hatte: 30 Personen kamen aus den Reihen der Spätaussiedler und Migranten, 18 Personen waren einheimische Bürger. Es ist bemerkenswert, dass derartige Studienreisen durch Deutschland jetzt auch von den einheimischen Bürgern stark nachgefragt werden. Die Initiative für diese Reisen geht auf den Verein Vision e.V. und den Frauenklub des Projektes AoA – BALL e.V. (Golliner Straße 4, 12689 Berlin) zurück. Und jedes Mal geht diesen Reisen die intensive Vorbereitung unter der Leitung von Frau Tschursina voraus. Ziel ist es, alle Interessenten an das historische Erbe und die Kulturschätze Deutschlands heranzuführen und die Kenntnisse darüber zu vertiefen. Der Teilnehmerkreis beschränkte sich jedoch bis vor kurzem auf die „eigenen Leute“, die Aussiedler und Migranten. Noch vor der Fahrt nach Dresden hatten die Mitglieder der Jury des Quartiersfonds 1, die für Fragen der Finanzierung solcher Veranstaltungen in unserem Stadtteil zuständig sind, den Organisatoren vorgeschlagen, über die Zusammenstellung einer „gemischten“ Gruppe aus Spätaussiedlern, Migranten und Einheimischen nachzudenken. Diese Anregung fi el auf fruchtbaren Boden; Frau Israel schaltete sich aktiv mit ein, arbeitete einen Reiseplan aus und sprach interessierte einheimische Bürger an. Sie leitete auch die Stadtführungen in Elbfl orenz. Herr Oelsner vom Bewohnerverein Berlin-Marzahn e.V. schlug die optimale Fahrvariante für den Reisebus vor, und tatkräftige Unterstützung leistete auch die Kuratorin des Projektes AoA (BALL e.V.) Gabriele Fichtner. So wurde durch die vereinten Bemühungen dem Fundament der guten Beziehungen aller Bewohner unseres Stadtteils ein weiterer Stein hinzugefügt. Dabei nutzten die Migranten und Spätaussiedler die neuen Möglichkeiten im Integrationsprozess, und die einheimischen Bewohner konnten eine realistischere Vorstellung von ihren „neuen Nachbarn“ gewinnen. S. Galkin