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Die Wiedergeburt des Subbotniks

Frühlingsputz an der Wittenberger Straße am 24. April 2008

ALBA unterstützt Subbotnik
ALBA unterstützt Subbotnik

Seinerzeit brachte der Bewohnerbeirat von Marzahn- Nordwest die Idee ein, an einem Wochenende zum Frühlingsanfang die Straßen und Grünanlagen an den Wohnhäusern zu säubern und so die Tradition der Subbotniks wieder aufl eben zu lassen. Nach der Selbstaufl ösung des Bewohnerbeirates griff der Bewohnerverein Berlin-Marzahn e.V. diese Idee auf. Auch in diesem Jahr hatte er dazu aufgerufen, am 26. April gemeinsam zu arbeiten. Dieses Mal fühlten sich nicht nur die Bewohner des Stadtteils selbst davon angesprochen, sondern auch eine Reihe Organisationen und Firmen. So versorgte die BSR die Teilnehmer mit den nötigen Arbeitsgeräten – Spaten, Besen, Harken und Schubkarren. Eine andere Berliner Firma, ALBA, stellte unentgeltlich Müllsäcke zur Verfügung und nahm den Müll zur Entsorgung entgegen. Außerdem schickte sie zwei ihrer Mitarbeiter, die halfen, die Arbeiten zu organisieren. Nach Abschluss der Arbeiten erhielten alle Teilnehmer kleine Firmengeschenke als Dankeschön. Die Sporthalle an der Wuhle stellte ihre Fläche zunächst zur Lagerung der Geräte und dann für den gesammelten Müll zur Verfügung. Auch die Wohnungsbaugesellschaft WBG unterstützte das Vorhaben, indem sie gestattete, dass in den Aufgängen ihrer Häuser Plakate mit dem Aufruf zum Subbotnik platziert wurden. Dem Aufruf folgten hauptsächlich die Bewohner der Häuser an der Wittenberger Straße. Bereits um acht Uhr in der Frühe begannen sie, das Gelände um ihre Häuser aufzuräumen, danach ging man gemeinsam an die Säuberung des Spielplatzes, der Flächen um die Müllcontainer und der Parkplätze an der Straße. Insgesamt beteiligten sich an dem Subbotnik 35 Personen. Dabei waren die Hälfte von ihnen Aussiedler aus Russland, die vom Verein der Aussiedler Vision e.V. und vom Projekt „Aussiedler orientieren Aussiedler“ (AoA, BALL e.V.) dazu aufgerufen worden waren. Nach einigen Stunden gemeinsamer Arbeit versammelten sich alle Teilnehmer des Subbotniks an der Sporthalle an der Wuhle, wo sie sich, zufrieden mit den Ergebnissen ihrer Arbeit, noch lange unterhielten. Es war eine gute und nützliche Initiative des Bewohnervereins Berlin- Marzahn e.V., die leider keinen großen Widerhall in den Medien fand, und das ist schade! Die Wittenberger Straße ist jetzt wesentlich gepfl egter als früher, und auch die Teilnehmer der Aktion waren zufrieden. A.R.

Gemütliches Zusammensein nach der Arbeit
Gemütliches Zusammensein nach der Arbeit