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Ja, sie sind Freunde des Menschen, Spielgefährten und treue Partner für Groß und Klein. Übel nur für so manchen, dass sie auch mal müssen. Das Geschäft meine ich. Wir Menschen sind da fein raus, denke ich und setze, nachdem ich einigen dieser Geschäfte inmitten der Fußgängerzone der Havemannstraße begegnet bin, meinen Sparziergang in Richtung Marzahn-West fort. Die Versuchung war natürlich groß, nun erst Recht auf Hundehalter zu achten, die am Grünfl ächenrand Wurzeln schlagen und gebannt auf das »Geschäftsende « ihres vierbeinigen Freundes warten. Und, was soll ich Ihnen sagen? Es gibt sie tatsächlich noch … Nein, ich meine nicht unsere liebenswerten „geschäftstüchtigen Vierbeiner” – die wird es noch geben, wenn ich lange nicht mehr bin. Es ist das andere Ende der Leine, das mir plötzlich ins Auge fällt. Zuerst kramt ein älterer Herr in seiner Jackentasche und fi ngert, etwas umständlich, eine Plastetüte heraus. Im Nu verschwindet die „tierische Hinterlassenschaft” in dieser Isolierstation und alles strahlt in Sauberkeit und Wohlbefi nden; der Spaziergänger, der Hund und sein Halter. In den darauf folgenden Tagen habe ich Gleiches noch mehrmals beobachtet und dabei fi el mir das Projekt „Picobello” ein. Ein kleines Schmunzeln zuckt über meine Lippen. Sollten etwa die „Clean-Boxen für Hundehalter”, die Herrchen und Frauchen zum Umdenken angeregt haben? Die Häufi gkeit der erfreulichen „Geschäftsentsorgungsaktionen” hat mich überzeugt. „Picobello” wird einen gewichtigen Teil dazu beigetragen haben. Ach, Sie wissen nicht, was „Picobello” ist? Ja, werden Sie sagen, man hat schon mal was darüber gelesen, aber so recht erinnern? Also, „Picobello” ist die Projektbeschreibung für 20 Boxen mit Entsorgungstüten für Hundehalter (Fachbegriff: Spender). Vier Spender werden zum Beispiel vom Plattenverbund e.V. (Gesundheitscontainer in Marzahn-West) betreut, vier weitere vom Blockhaus »Rabenhorst« in der Rabensteiner Straße – die nächsten vier Spender hat der „Kinderkeller” zur Betreuung und die restlichen acht versorgt der Projektmanager selbst. Alle 20 Spender sind über Marzahn- NordWest verteilt und bedürfen der Aufmerksamkeit jedes Hundehalters. Bedauerlich nur, dass so manches Kind die Tüten zweckentfremdet nutzt. Anliegen des Projektes „Picobello” war, gerade unsere Kleinsten vor den gesundheitlichen Risiken des Hundekots zu schützen. Trotzdem wird „Picobello” auch weiterhin die beiden Enden der Leine unterstützen – das „Geschäftliche” unserer kleinen Lieblinge und die Aufmerksamkeit der Zweibeiner auf Sauberkeit und Gesundheitsschutz. Mich hat es jedenfalls sehr gefreut, zu sehen, dass man mit kreativen Ideen etwas bewirken kann – Dank an „Picobello”.
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