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für den Stadtteil Marzahn-NordWest

…fragten David, Sarah und Alisa uns während eines Projektes zum jüdischen Leben und wir wussten anfangs nicht so recht, was damit gemeint sein sollte. Auch andere Begriffe standen auf einem großen Blatt Papier: Segen, Schabbat, Kiddusch, Moses, Zehn Gebote, Hebräisch, Rabbiner, Thora, Mizwa, Jerusalem. Klar, Jerusalem gehört zu Israel und in Israel leben die meisten von insgesamt rund 15 Millionen Juden auf der Welt. Auf dem Globus suchten wir erst einmal das Land, um geografi sch fi t zu sein. Danach klärten wir, was die vielen fremden Worte mit der jüdischen Religion, Kultur und dem Alltagsleben der mehr oder weniger streng gläubigen Juden zu tun haben. Die drei Studenten der Humboldt- Universität, die jüdische Geschichte und Tradition vermitteln wollen, erklärten uns Unterschiede und die vielen Gemeinsamkeiten jüdischer, christlicher und moslemischer Religion. Wir erfuhren, was eigentlich ein Jude ist, wie unsere Namen auf hebräisch geschrieben werden und dass man sich beim Lesen dieser Sprache die Selbstlaute selbst denken muss, weil sie nicht da stehen. Wir hörten von den Zehn Geboten, die auf einer Thora-Rolle stehen und den 613 Regeln, die das Alltagsleben bestimmen, z.B. das Essen, Freundschaften, Hochzeit, Beziehungen oder Feste. Spannend war, dass nach dem jüdischen Kalender dieses Jahr nicht 2008 ist, sondern 3760. Und dass die Mädchen Bat Mizwa, ein wichtiges Fest, schon mit 12 haben. Da gelten sie als volljährig und religiös mündig, ein ganzes Jahr vor den Jungen. Oder, dass in Israel die Woche am Sonntag beginnt und an jedem Freitag Abend, wenn der erste Stern am Himmel steht, Schabbat eingeläutet wird: der 7. Wochentag, der Ruhetag. In dieser Zeit darf man nicht arbeiten, nicht fernsehen, nicht bauen, nicht Auto fahren. Nur schlafen, sprechen, über die Woche nachdenken, beten, singen oder mit der Familie zusammen sein. So jedenfalls halten es streng Gläubige. Streng sind übrigens auch die Küchenregeln. Da muss man exakt trennen zwischen Lebensmitteln, die fl eischig oder milchig sind. Beim Zubereiten, beim Essen, beim Abwaschen. Wir wollten natürlich wissen, wie koscheres Essen schmeckt und haben einen süßen Aufl auf, Kuchen und Cous-Cous mit Salat zubereitet. Wirklich lecker! Zum Glück haben wir noch einen Bildungstag mit den Studenten im Gesundheits- Container und freuen uns dann schon auf eine gemeinsame Entdeckungsreise im Jüdischen Museum.
Klasse 7a der Nils-Holgersson-Schule
Weitere Informationen zu Bildungsprojekten im Gesundheits- Container sind im Kiezportal unter www.marzahn-nordwest-quartier.de aufgeführt. Anmeldungen unter Telefon 62208469.
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