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Wir wünschen euch Erfolg!

Es ist nun einmal so, dass die Zeit von Ende Mai bis Anfang Juni besonders ereignisreich ist. Insbesondere gilt das für die Absolventen der Schulen und Gymnasien. Für alle, die die Prüfungen schon abgelegt haben, ist es die Zeit des quälenden Wartens auf ihre Punktzahl, die für den Numerus clausus an Hochschulen wichtig ist. Außerdem stehen sie vor der schweren Wahl der künftigen Studienrichtung und Spezialisierung für ihre weitere Laufbahn, die schon jetzt einen großen Einfl uss auf ihr weiteres Schicksal haben kann. In dieser Hinsicht sind die „unzertrennlichen” Freundinnen Oksana Schmik, Anja Svenk und Tanja Salzmann keine Ausnahme. Sie sind Spätaussiedlerinnen und aus verschiedenen Teilen der ehemaligen Sowjetunion mit ihren Eltern nach Marzahn-Hellersdorf (Ahrensfelde) umgezogen. Oksana Schmik aus dem Ural, Anja Svenk aus dem Altai und Tanja Salzmann aus der Ukraine. „Gefunden“ haben sie sich in der Oberstufe der Rudolf- Virchow-Oberschule in Marzahn-Hellersdorf. Und obwohl jede von ihnen sich auf ihre Weise im für sie ungewohnten Umfeld eingelebt hat, unter neuen Freunden und Bekannten, hat sie dieser Prozess nicht besonders beunruhigt. Größere Kopfschmerzen verursachten ihnen die ungewohnt große Belastung beim Lernen und die Notwendigkeit, ständig die eigenen Deutschkenntnisse zu verbessern. Manchmal saßen sie bis spät in die Nacht über den Büchern. Doch auf einmal fanden sie es einfach interessant zu lernen. Und nach ihren eigenen Aussagen geschah etwas sehr Verwunderliches: Je größer ihre Lerndisziplin wurde, um so leichter fi el ihnen das Lernen. Das Verhalten ihrer Umgebung änderte sich radikal. Es schien ihnen, als würden alle Lehrer auf einmal freundlich und im besten Sinne aufmerksam zu ihnen sein. Es war ganz offensichtlich: Um etwas zu erreichen, muss man es zunächst wirklich wollen und alles tun, um sein Ziel zu erreichen. Es scheint, als hätten gerade diese gemeinsamen Interessen, das Bestreben, Schwierigkeiten zu überwinden, und ihre Zielstrebigkeit die Mädchen zusammengeführt und sie einander näher gebracht. Und es quälen sie keine Überlegungen, wie es denn nun weitergehen solle. Anja Svenk interessiert sich seit ihrer Kindheit für Mathematik und möchte Mathematikerin und Programmiererin werden, Tanja Salzmann ist fest entschlossen, Tourismusmanagerin zu werden, und Oksana Schmik hat mit Hilfe der Studenten aus dem Projekt Berlinpolis (über das wir in den vorangegangenen Ausgaben berichtet haben) ebenfalls konkrete Vorstellungen über ihren künftigen Beruf gewonnen. S. Galkin