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Der zweite Weltkrieg

Nicht nur Sinti und Roma hatten in den 1930ern und 1940ern Jahren in der Umgebung des heutigen Parkfriedhofs Schweres zu erdulden. Das Werk Hasse & Wrede stellte zu damaligen Zeiten Rüstungsgüter her – und griff auf Zwangsarbeiter zurück …

Zwangsarbeit und Kriegswirren rund um Marzahn

Mit einem großen Kostenaufwand wurde das Werk Hasse & Wrede (s. Bild, Aufnahme 1993) errichtet, um ab 1934 Rüstungsgüter herzustellen. Es entstand ein Unternehmen, dass u.a. Schleifmaschinen, Panzergetriebe und Granatwerfer auch für den 2. Weltkrieg produzierte. Es wurden dafür Arbeitslager geschaffen – eines für Zwangsarbeiter aus Frankreich, Holland, Italien und Belgien und das zweite für die „Ostarbeiter“: Ukrainer, Polen und Russen. Schon 1942 beschäftigte das Unternehmen ca. 4 000 Personen. Diese Arbeiter mussten an dem Bauvorhaben schuften, fristeten jedoch ein sehr elendes Leben. Ost-Berlin hatte schon seit 1940 schwere alliierte Luftangriffe zu verzeichnen, doch erst 1945 entbrannte die „Schlacht um Berlin“. Marzahn war kein Hauptangriffsziel, trotzdem gingen im Ortskern viele Bomben nieder. Auch der „Zigeunerrastplatz“ wurde getroffen, Hasse & Wrede hingegen blieb beinahe unbeschädigt. Als die sowjetischen Truppen im April 1945 hierher vordrangen, war auch Marzahn unter Beschuss. Die deutschen Truppen hielten dem Gefecht nicht lange stand, trotz allem lehnte man ein Kapitulationsangebot ab. So führte man den sinnlosen Kampf um Berlin und Marzahn weiter. Menschen wurden getötet, Gebäude versanken in Schutt und Asche. Eine Sturmabteilung unter Major Alexejew drang in Marzahn ein. Wie es in Marzahn nach dem 2. Weltkrieg weiterging, erfahren Sie im nächsten Teil …

Rayko Juth