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Händler werben um Kunden

1. Gewerbestammtisch in Marzahn-NordWest erörtert Lage und formuliert Ziele

Fritz Gläser (li.) und Uwe Hillmann
Fritz Gläser (li.) und Uwe Hillmann

NORDWEST (am) . Wer nicht wirbt, der stirbt – nach diesem Grundgesetz der Marktwirtschaft erörterten über ein Dutzend Gewerbetreibende unseres Stadtteils am 13. August ihre Situation. Eingeladen dazu hatten Fritz Gläser von F & F Reisen und Uwe Hillmann vom Schuh- und Schlüsselservice im Havemanncenter in das Bürgerzentrum Marzahn-Nord- West. Dabei waren auch Hans Panhoff und Anett Dubsky von der Quartiers- Agentur. Eingangs informierten die Vertreter des Bürgerzentrums und der Quartiers- Agentur über die Fakten der sozialen und demografischen Struktur im Kiez. Danach gehört Marzahn- NordWest zu den Stadtteilen in Berlin mit relativ geringem Einkommen, aber einer jungen und seit 2003 stabilen Bevölkerung von gut 22 000 Einwohnern. Daran wollen sich die Gewerbetreibenden orientieren und ihre Kunden noch besser binden. Sie benannten auch Probleme, die sich nicht selbst lösen können. So gab es Klagen über die üppigen Auslagen der Händler in den Havemann- Arkaden oder die Dauerpräsenz trinkender Gäste in den dortigen Bistros. „Die Leute laufen lieber an der Rückseite der Geschäfte als vorn vorbei“, klagte eine Händlerin. Als weiteres Problem wurde der Leerstand im Havemanncenter diskutiert: „Das Center wird dadurch immer unattraktiver“, hieß es unisono. Center-Maklerin Simone Köhler erklärte ihren Standpunkt: „Natürlich gibt es Anfragen nach Vermietung, aber oft von Gewerbe, das schon angesiedelt ist. Ich möchte qualitativ anspruchsvolle Geschäftsleute holen, die auch zusätzliche Kunden anziehen.“ Abschließend wurden Marketingmaßnahmen vereinbart: Die Händler wollen eine gemeinsame Internetpräsenz generieren, die Stadtteilzeitung NORDWEST will weitere Händler vorstellen, weiterhin soll ein Gewerbeplan für unseren Stadtteil gedruckt werden; die QuartiersAgentur kann letztere Maßnahme finanziell unterstützen. Einig war sich der Gewerbestammtisch über die Notwendigkeit weiterer Zusammenkünfte.