Unabhängige und überparteiliche Zeitung
für den Stadtteil Marzahn-NordWest

„Die Kinder vom Kinderkeller Marzahn-NordWest“ – klingt fast wie ein Romantitel. Wenn auch der Buchmarkt derartiges noch nicht aufweist – die Geschichte darum ist allenthalben reif dafür. Sie beginnt 1994, als der „Kinderring Berlin e.V.“ mit Unterstützung der damaligen WBG Marzahn und Mitteln des Bezirks den Marzahner Kinderkeller in der Wittenberger Straße 85 ins Leben rief. Ursprünglich als Hausclub gedacht, entwickelte er sich schnell zu einem Kinder- und Jugendprojekt. 1998 kam die Leiterin Marina Bikádi dazu. Ein warmherziger Mensch mit scharfem Verstand und pädagogischem Feingefühl. Sie ist Sozialarbeiterin mit Hingabe und aus Berufung. Im Mai dieses Jahres feierte sie ihr 10-jähriges Jubiläum und blickt auf eine Zeit zurück, in der sich im Kiez vieles verändert und entwickelt hat. So kam nach dem Kinderkeller 2003 das Hochhauscafé dazu und 2004 die „Pension 11. Himmel“. Ja, mit ihren fast 60 Schützlingen, den vielen hilfreichen Vätern, Müttern, Nachbarn und freiwilligen Helfern hat sie das Haus an der Wittenberger Straße 85 Stück für Stück erobert – ist aufgestiegen in den „11. Himmel“. Seitdem haben 2000 in- und ausländische Gäste die Pension besucht und sich zum großen Teil in das inzwischen vierte Gästebuch eingetragen. Namhafte Fernsehsender wie ARD, ZDF, KIKA und ARTE haben über diese Einrichtung ebenso berichtet wie die Zeitungsredaktionen vom FOCUS, der B.Z. oder der taz. Doch damit nicht genug! Marina Bikádis Anliegen ist es nicht nur, das Werden und Wachsen unserer Kinder und Jugendlichen zu fördern, ihre Kreativität zu wecken oder ihnen einen Ort zum Spielen und Quatschen zu geben – nein, sie möchte mit ihrer künstlerischen Beraterin Christine Otto und all den fleißigen Helfern Marzahn attraktiver machen. Das Kunstprojekt „angeeckt“ ist nur ein Beispiel. Verschiedene Kunst- und Kulturformen werden hier kombiniert und in leer stehenden Wohnungen einem breiten Publikum präsentiert. Anderes – wie Projekttage, Tanzen, Malen, Kultur à la carte, der Besuch von ausländischen Delegationen, von Dichtern, Schriftstellern, Malern und Bildhauern werden fortlaufend durchgeführt. Dazu gehören ebenso das Bewohnerfrühstück, die Ausrichtung von Hochzeiten, der Wanderführer von Marzahn- NordWest, Lesungen oder die personelle Unterstützung zur Ausrichtung von Ausstellungen. Inzwischen ist das kulturelle Engagement des Marzahner Kinderkellers und seiner Einrichtungen über unsere Ländergrenzen hinaus bekannt und genießt hohes Ansehen. Eine Erfolgsbilanz, die uns Stolz macht – die nicht zuletzt auch der Unterstützung des Quartiersmanagements, der degewo und dem Bezirksamt zu danken ist.